Sofortprogramm gegen Schneemassen gestartet

Zu einer Krisensitzung lud Bürgermeister Manfred Eberwein ein. Einziger Tagesordnungspunkt: Der Winterdienst.

 

An der kurzfristig anberaumten Besprechung nahmen Vertreter von Abfallentsorgung Plauen (AEP), Plauener Straßenbahn, Immobilien Service Plauen, Gebäude- und Anlagenverwaltung der Stadt, Straßenbauhof und Tiefbau der Stadtverwaltung teil. Einig waren sich alle Anwesenden, dass das zurückliegende Wochenende keinesfalls zufriedenstellend gelaufen war. Daher gab es Festlegungen, wie man der ungewöhnlich großen Schneemengen im Stadtgebiet Herr werden möchte.

Bereits um Mitternacht setzte die Abfallentsorgung Plauen im Bereich unmittelbare Innenstadt, das heißt Marktstraße, Klostermarkt mit Parkflächen, Straßberger Straße mit der intensiven Schneeberäumung ein, um auf diese Weise den Abtransport des Schnees vorzubereiten. Heute wird dies ausgeweitet auf den Bereich Straßberger Straße bis Oberer Graben. In der kommenden Woche werden die Beräumungsarbeiten weitergeführt. Ab Neundorfer Straße, Theaterstraße über Hans-Löwel-Platz bis Arbeitsamt sowie im Bereich Nobelstraße, Unter-, Obere Endestraße und Melanchthonstraße. Nach der Beräumung wird der Schnee dann in der kommenden Woche abtransportiert werden.

"Hinzukommen ab Montag die Bushaltestellen sowie Kreuzungsbereiche, in denen verstärkt beräumt werden wird", so Jürgen Arzt vom Städtischen Bauhof. Bereits in dieser Woche war die Plauener Berufsfeuerwehr auf dem Weihnachtsmarkt im Einsatz, um den Schnee aus dem Marktbereich zu schaufeln, damit dieser ebenfalls abtransportiert werden kann. Auf dem Parkplatz Hohe Straße sowie voraussichtlich Am Friesenweg werden Sammelstellen für die Schneemengen, die aus dem Stadtzentrum abtransportiert werden, eingerichtet. Drei Firmen sind mit dem Schneetransport beauftragt, die Städtische Wohnungsbaugesellschaft hat ebenfalls Unterstützung zugesagt. Park and Ride System

 

Um den schneebedingten Mangel an Parkplätzen in der Innenstadt einzudämmen, werden gleichermaßen Park and Ride Parkplätze eingerichtet. Alle, die von außerhalb nach Plauen kommen, werden daher aufgefordert, ihre Fahrzeuge auf dem Parkplatz an der Festhalle beziehungsweise voraussichtlich ab der kommenden Woche am Friesenweg abzustellen und nicht an den Straßenrändern in der Innenstadt. Von der Festhalle beziehungsweise dem Friesenweg aus kann dann die Straßenbahn genutzt werden, um in die Innenstadt zu gelangen. Auch die Plauener sollten verstärkt die Straßenbahn nutzen.

 

Die benannten Parkplätze sowie der Neustadtplatz/ Gerberplatz werden in den nächsten Tagen umfassend beräumt, damit sie für den Berufsverkehr in der kommenden Woche zur Verfügung stehen. "Für die nächsten Tage haben wir uns auf Winterdienst rund um die Uhr eingerichtet", so Jürgen Arzt vom Straßenbauhof mit Blick auf die vorhergesagten weiteren Schneefälle. "Die Mitarbeiter und Fahrzeuge der AEP sind in der zweiten Schicht heute bis Null Uhr unterwegs und dann wird ab Null Uhr wieder die erste Schicht im Einsatz sein. So geht es, wenn notwendig, weiter. Damit gehen die Einsatzkräfte an ihre Grenzen."

 

"Wir müssen allerdings auch an die Bürger appellieren", so Eberwein. "Wir haben extrem viel Schnee in kürzester Zeit zu bewältigen gehabt und es wird weiterhin schneien. Bei derartigen Witterungsverhältnissen muss man sich zum einen in seiner Fahrweise darauf einstellen, zum anderen aber auch, dass man längere Wege in Kauf nehmen muss.

 

Bürger sind auch gefordert

 

Man kann nicht erwarten, dass Gewohnheitswege, die keine offiziellen Fußwege sind, bei derartigen Witterungsverhältnissen ebenfalls wie im Sommer frei gehalten werden. Wir bitten die Plauener und die Gäste der Stadt, sich auf längere Fußwege einzustellen.

 

Und wir bitten jeden, der es kann, mit zuzufassen. Wenn alle mit tun und die Einsatzkräfte im Winterdienst bestmöglich unterstützen, werden wir auch derartige Witterungsbedingungen meistern." In Erwägung gezogen wird auch, bei weiteren ergiebigen Schneefällen mit zusätzlichem Personal zumindest bei der manuellen Scheeberäumung auszuhelfen, sei es in Abspra che mit dem Arbeitsamt oder zum Beispiel mit Zeitarbeitsfirmen.