Sören Voigt will in Plauen Asylpolitik prüfen

Die sächsische CDU geht in der Asyldebatte in die Offensive. Auf diffuse Ängste in der Bevölkerung will man mit klaren Positionen reagieren. Dazu passt auch der Besuch des Landtagsabgeordneten Sören Voigt in den Plauener Asylbewerberheimen.

Plauen/Dresden - Die Sachsen-CDU will als Reaktion auf die umstrittenen Dresdner "Pegida"-Demonstrationen die Zuwanderungs- und Asylpolitik überprüfen. Eine Expertenkommission solle eine kritische Bestandsaufnahme machen, hatte der Generalsekretär der Landesverbandes, Michael Kretschmer, angekündigt. "Wir wollen auch eine ehrliche Einschätzung liefern, welche Versäumnisse es gibt."

Um sich über die Unterbringung der Asylbewerber im Vogtland zu informieren, wird der Falkensteiner CDU-Landtagsabgeordnete Sören Voigt am Mittwoch die beiden Heime in Plauen besichtigen, teilte er mit. Voigt ist Mitglied des Innenausschusses des Landtages.

"Zu meinem Aufgabenbereich der Innenpolitik gehört auch das Asylrecht. Als Abgeordneter ist es mir sehr wichtig , die Situation der Flüchtlinge und Asylsuchenden, die zu uns ins Vogtland kommen, nachvollziehen zu können. Für die momentane schwierige Diskussion zu Asylfragen möchte ich mir eine fundierte Informationsgrundlage verschaffen. Neben allgemeinen Fragen sind für mich auch die Dauer des Asylverfahrens und die Herkunft der Asylsuchenden wichtige Kriterien", sagt Voigt.

Der Falkensteiner Landtagsabgeordnete wird bei seiner Stippvisite in den Asylbewerberheimen von Vertretern des Landratsamtes und der Leitung der Heime begleitet. Die CDU, so Kretschmer, verteidige das Grundrecht auf Asyl aus Überzeugung. Für die Union stehe aber auch fest, dass die Prüfungsverfahren beschleunigt werden und Menschen ohne Rechtsanspruch Deutschland wieder verlassen müssten.

Kretschmer zufolge soll die Kommission, die der Görlitzer Landtagsabgeordnete Octavian Ursu leiten soll, bis März Unterschiede zwischen Zuwanderung-, Asyl- und Flüchtlingspolitik definieren. va