Silber für Goldene Hände

Dieser Vogtländer ist der Hammer: Robin Steffan aus Falkenstein ist Zweiter geworden beim deutschlandweiten Wettbewerb um den Titel "Handwerker des Jahres".

Falkenstein - Robin Steffan aus Falkenstein bietet Bau- und Montagedienstleistungen an und unterlag nur knapp mit 23,7 Prozent der Internet-Stimmen. Erster wurde der Montageschreiner Björn Kreis aus Hessen mit 24,1 Prozent. Den dritten Platz sicherte sich Tischlermeister Robin Weber aus Nordrhein-Westfalen mit 11,4 Prozent. Den Wettbewerb "Handwerker des Jahres" richtet MyHammer aus, Deutschlands Handwerkerportal Nr. 1. 
Der Vogtländer Robin Steffan wuchs in Hammerbrücke auf, erlangte in Auerbach den Realschulabschluss und absolvierte bei Technisat in Schöneck eine Lehre zum Elektroniker. 2013 gründete er in Falkenstein seine Firma Bau- und Montage Dienstleistungen. Wie kommt ein Elektroniker auf die Idee, Innenausbau, Sanierung, Renovierung zu übernehmen - und "alles aus einer Hand"? 
Dem 27-jährigen Steffan wurde das handwerkliche Geschick nach eigenen Worten in die Wiege gelegt - wie auch seinen fünf Geschwistern: "Ich bin auf dem Dorf aufgewachsen und habe meinem Vater von Klein auf geholfen beim Werkeln in Haus und Hof. Und was ich nicht konnte, habe ich mir selbst angeeignet: Learning by Doing ist die Devise: Übung macht den Meister und in der Praxis lernt man am meisten. 
Insgesamt erreichten MyHammer dieses Jahr mehr als 350 Bewerbungen - auch die von Robin Steffan: "Ich habe ein Kurzporträt von mir und meiner Firma abgegeben und gehörte dann zu den zwölf Firmen aus ganz Deutschland, die sich der Online-Abstimmung stellten."
Klar habe er Werbung gemacht: "Bei Freunden, Verwandten, Bekannten. Und ich habe alle meine bisherigen Kunden angemailt. Immerhin sind 300 bis 400 zusammengekommen in den sechs Jahren. Hätte nicht gedacht, dass es so viele sind. Bei manchen habe einen Tag gearbeitet, bei einem anderthalb Jahre."
Steffans Maxime: "Klasse statt Masse. Alle Leistungen kommen aus (m)einer Hand: Das meiste mache ich selbst, für die Klempnerei oder das Dach suche ich mir Partner, auch für die Abnahme der Elektroinstallation." Apropos Partner: Julia Müller (25) ist immer an Robins Seite: Als Freundin und Angestellte. ufa
Wie der Handwerker berichtet übernimmt er im Regelfall Aufträge im Umkreis von 100 Kilometern - anfänglich zwischen Chemnitz, Gera und Selb. "Jetzt geht es meist nach Oberfranken."
Augenscheinlich sehr erfolgreich, wenn man auf den MyHammer-Wettbewerb schaut und eine Geschichte Steffans hört: Der Eigentümer dreier Wohnungen in einem Haus in Hof hatte demnach ihre Sanierung geplant. Der Auftrag für zwei Wohnungen ging aus Zeitgründen an Steffan, eine Wohnung an einen anderen Handwerker. "Wir waren mit den beiden Quartieren eher fertig - und musste bei der dritten Wohnung noch Reparaturen ausführen", sagt der sympathische Mann. Er bekommt nach eigenen Worten 90 Prozent seiner Aufträge über das MyHammer-Portal: Dort melden die Kunden ihre Wünsche an - und die Handwerker können den Auftrag annehmen. 
Gab es auch Preise bei dem MyHammer-Wettbewerb? "Ja, die kamen per Postpaket: Pokal, Urkunde und Werbeartikel: Traubenzuckertabletten, Zollstock, Stift und Kaffeepott. Und eine Kärcher-Handkehrmaschine, für die ich noch einen Verwendungszweck finden muss."