Sigrid Fuchs eröffnet Ausstellung in Auerbach

Auerbach - Sigrid Fuchs? große Liebe gehört der Seide. Als Künstlerin hat sich die in Zwickau geborene und heute in Chemnitz lebende Frau voll und ganz dem zarten natürlichen Gewebe gewidmet. Am Freitag Abend eröffnete sie in Auerbachs Göltzschtalgalerie ihre erste Ausstellung. Mit dabei waren viele Freunde, Gäste und Bewunderer der Kunstwerke von Sigrid Fuchs.

"Auf Seide zu malen ist eine komplizierte und anspruchsvolle Arbeit", erklärte Sigrid Fuchs. Das aufwändig gewonnene Naturmaterial saugt die Farbe wie ein Schwamm auf. Ein Tropfen zuviel und ein ganzes Bild kann verdorben werden. "Ich habe jahrelang meine Techniken verfeinert. Bevor ich anfange zu malen, spanne ich die Seide auf eine Glasplatte auf", so Frau Fuchs. Nach dem Malen muss jedes Bild stabilisiert werden. Dies geschieht mit hohen Zeitaufwand, Essigkonzentrat und viel Wasserdampf.

Ihre Motive findet Sigrid Fuchs hauptsächlich in der Natur. Mit Skizzenblock oder Kamera hält sie dort zunächst ihre Eindrücke fest. "Das Seidenmalen geschieht dann in meinem kleinen Chemnitzer Atelier. Ich lasse mir dafür viel Zeit", betonte die Künstlerin. Da sie im Ruhestand sei, könne sie es sich leisten, an einem Bild manchmal bis zu einem Jahr zu arbeiten. Sigrid Fuchs legt viel Wert auf exakte Arbeit und künstlerischen Anspruch.

 

Auch in ihrer beruflichen Laufbahn spielte Seide immer wieder einmal eine Rolle. Als Damenschneiderin und Fachfrau für Bekleidungstechnologie brachte Frau Fuchs zielgerichtet das Material zum Einsatz. "Ich habe jahrelang bei den Seidel-Moden in Rebesgrün gearbeitet, daher habe ich auch gute Verbindungen zur hiesigen Region".  H.H.