Sigmund Jähn im Tierpark gelandet

Klingenthal - Man muss es wohl schon Gehässigkeit der himmlischen Mächte nennen: Wann immer das Tierparkfest stattfindet, meist ist es regnerisch kalt. Das war auch Samstag zum 50. Gründungstag an exakt diesem Tag so.

Kein Wunder also, dass es Tierparkleiter Dietmar Dörfel noch am Mittag die Schweißperlen wegen des Regens bei nur 11 Grad auf die Stirn trieb. Um 14 Uhr allerdings hatte sich der Schweiß verflüchtigt. Die Bude, sprich das Festzelt, war proppevoll, wobei vor allem Kinder im Mittelpunkt standen. Den Auftakt gab Bürgermeister Thomas Hennig, der den Tierparkmitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern sowie dem Tierparkverein dankte, die den Tierpark bis heute am Leben erhalten hätten. Dass dies richtig sei, zeige vor allem der Besucherzuwachs der letzten Jahre. Dietmar Dörfel verwies in diesem Zusammenhang auf die tschechischen Gäste, von denen nicht wenige den Tierpark schon als "ihren" bezeichneten. Und so war es nicht verwunderlich, dass der Stellvertreter des Graslitzer Bürgermeisters, Otokar Mika, ebenfalls Glückwünsche zum Jubiläum überbrachte.

Unbestrittener Stargast des Tages war Fliegerkosmonaut Sigmund Jähn, den die Landtagsabgeordnete Andrea Roth eingeladen und mitgebracht hatte. Während im Zelt als Novum alle drei Kindergärten gemeinsam einen musikalischen Auftritt hatten und mit Liedern "Wir gehen in den Zoo" oder "Eins, zwei, drei, vier Beine" das Publikum begeisterten, hatte sich der erste Deutsche im All ins Foyer der Schule zur Autogrammstunde begeben, wo Nachwuchssportler Tom Lubitz und David Welde saßen. Die dort herrschende Ruhe verflüchtigte sich jedoch nach Ende des Auftritts im Zelt, und Alt und Jung wollten eine Autogrammkarte der Weltraumlegende oder sich gemeinsam ablichten lassen. Aber auch Sigmund Jähn bekam ein Souvenir in Form der Jubiläumsbroschüre und den Tierparkkalender für 2014 von Andrea Roth und Thomas Löffler überreicht.

In der Mensa gab es ein großes Kuchenbüffet der Eltern aller drei Kindergärten, es wurde geschminkt, tätowiert und gebastelt, etwa beim Kinderschutzbund. Dort konnte man Milchkartons zu Portemonnaies recyceln, Laternen, Stifthalter bauen. In der Turnhalle gab es Spiele, wie einen Stelzenlauf. Überall gab es etwas, und immer mit dabei die Maskottchen von Bundespolizei, der Vogtland Arena oder "Aqualino" vom ZWAV. Die Feuerwehr sorgte für Spaß mit Spritzwand und Ballonweitflug. Und während im Zelt die Schüler der Musikschule Graslitz nach ihrem Auftritt der Lindenkapelle Platz machten, freute sich Dietmar Dörfel über Vogelhäuschen, gebastelt der Grundschule Hammerbrücke, Klingenthal und des Gymnasiums Klingenthal. Helmut Schlangstedt