Sieben auf einen Streich

Sieben Jahre Amtszeit sollen in sieben Monaten vorbereitet werden. Silvia Queck-Hänel kandiert bei der Wahl im Jahr 2021 und möchte Plauens erste Oberbürgermeisterin werden.

Von Stephanie Rössel

Voller Energie und Ideen stellte sich die 32-Jährige am Freitag offiziell den Medien vor. Als Ort wählte sie den Schlosshang, hinter ihr das Plauener Rathaus. In diesem möchte die gebürtige Vogtländerin wieder tätig sein, nachdem sie dort sowohl ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten absolvierte und bis 2017 Fachgebietsleiterin im Bereich Allgemeine Ordnungsangelegenheiten war.


Die vergangenen drei Jahre war Queck-Hänel als Leiterin des Amtes für öffentliche Ordnung der Stadt Görlitz sowie aktuell als Fachbereichsleiterin Planen und Bauen, in Glauchau tätig.
Warum die Rückkehr nach Plauen? "Ich wollte mich Neuem öffnen. Einen anderen Blickwinkel auf Dinge gewinnen, um nun gestärkt zurück zu kommen".


"Mein Herz pocht und schlägt für die Stadt. Wenn ich darüber spreche bekomme ich Gänsehaut" , sagt die OB-Kandidatin. Neben ihrem Motto "Stadt - Mensch - Plauen" möchte sie in den nächsten sieben Monaten Wahlkampf passend dazu sieben Themen aufgreifen.
Sicherheit, Interaktion, Lebensfreude, Vertrauen, Innovation und Ausdauer die auf ihrer Agenda stehen. Immer in Verbindung mit der Frage "Was wollt ihr?". Gemeint seien damit alle, die die Stadt ausmachen, also Bürger und Gewerbetreibende gleichermaßen. Jeder soll eine Stimme bekommen und dabei helfen, Plauen ein neues Gesicht zu geben.


Den Stil möchte Silvia Queck-Hänel ändern, hätte sich vom jetzigen OB manchmal gerne etwas mehr Kante gewünscht.


Die 32-Jährige wohnt derzeit in der Nähe von Chemnitz. Sie ist verheiratet, hat zwei Hunde und zwei Katzen und engagiert sich in der Freiwilligen Feuerwehr. Ihren Wahlkampf finanziert sie aktuell laut eigenen angaben aus eigenem Budget. Soziale Medien, Briefe, Flyer und die seit Freitag aktive Website sollen helfen. "Persönliche Gespräche sind derzeit schwierig. Trotzdem bin ich für alle erreichbar. Per Brief, per Telefon. Ich möchte mit jedem in Kontakt treten und werde mich auch selbst einladen", sagt die ambitionierte, junge Frau. Gespräche mit Parteien gebe es bereits. Dahingehend sei sie offen. Unterstützung genießt sie von der Fraktion SPD/Grüne/Initiative.


Ihre Vision für Plauen? "Alles gut zu vernetzen". Raum für alle, mit dem Gedanke einer Stadtfamilie. "Mein Ziel ist es, einen neuen, transparenten und kommunikativen Politikstil zu schaffen. Ich möchte eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Stadträte, der Verwaltung, anderer Partner ermöglichen. Ich möchte mit Vernunft und Weitblick, Plauen innovativ und nachhaltig in die Zukunft führen und mich für ein Zuhausegefühl einsetzen", erklärt die Kandidatin und bittet um regen Kommunikationsaustausch.