Sich regen - trotz Regens

Vier Discjockeys bestritten den Auftakt des 43. Strand- und Laternenfestes Pöhl. Von Wetterkapriolen lassen sie sich nicht ins Bockshorn jagen. Am Freitag machten sie kurzen Prozess - und es ging weiter.

Von Jürgen Stefaniak

Pöhl/Jocketa - Als Petrus am Freitag ein kräftiges Gewitter über die Talsperre Pöhl schickte, räumten die DJs ihre bereits aufgebaute und startbereite Technik von der Bühne rüber ins Festzelt, verkabelten alles ein zweites Mal und drehten dort die Regler auf. 
Wer sind die Männer, die hinter dem Mischpult und den Reglern standen und die bis weit in die Nacht für die Unterhaltung der meist jugendlichen Festauftaktbesucher sorgten. Da war einmal die Diskothek mit dem viel sagenden Namen "DJ Klees raus". Der Name habe nichts mit vogtländischen Klößen zu tun. "Sondern damit sind die Brüste der Mädels gemeint, die sollen raus an die Luft - es ist Frühling", erklärt einer der DJ, Patrick Winnig.
Die DJs machen schon seit 2011 Mucke, meist elektronische Musik, und mit DJ Timbo (Tim Trinkies) gehört normalerweise ein dritter DJ zur Gruppe. Alle drei sind um die 30 Jahre alt. Sie haben früher im E-Werk in Reichenbach aufgelegt und ganz oft bei Festen in der Region um Reichenbach und Netzschkau
DJ Black Pete ist in Plauen kein Unbekannter, er hat einmal für den HC Einheit Handball gespielt. Nun macht der 28-jährige Ur-Plauener mit mosambikanischen Wurzeln väterlicherseits Musik, vo allem Hip-Hop - mit technischer Unterstützung von Controlern und Reglern. In Jocketa stand er im Festzelt neben DJ Smash, dem Plauener Lars Markert (35). Der war schon mit seinen Schallplatten als DJ sachsenweit unterwegs, auch in in Plauen im "Zooma" und in der "Alten Kaffeerösterei".
Nach dem elektronischen Sound gab es am Samstag die lange Partynacht. Dazu spielte "OB live". Deren Musik wurde mit Tanzbeiträgen des Showballetts und der Prinzengarde des Jocketaer Carnevalsclubs (JCC) sowie der Gruppe "Lexsis" ergänzt. Dabei brachten die beiden JCC-Formationen Beiträge aus der vergangenen der 50. JCC-Saison. Auf der Nebenbühne unterhielt "Der Klangtourist" die Besucher. Alle sahen später am Abend dann auch das Feuerwerk. 
Etwa 60 Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf des Festes an beiden Tagen. Bei dem auch allerlei an Speis und Trank für die Besucher im Angebot war. Neben Langos, dem ungarischen Teiggericht, gab es Bowle mit verschiedenen Früchten (Erdbeer-Campari, Schwarzwälder Kirsch, Apfel-Birnen) sowie alkoholfreie Kinderbowle, Plauener Bier und für jeden Geschmack Gebratenes vom Grill.
Das erste Strand- und Laternenfest hatte 1967 stattgefunden, zwischendurch war mal einige Jahre Pause. Doch die Organisatoren um den Vorsitzenden des Fördervereins "Bühne Pöhl" Michael Friedrich und seinen Mitstreitern, zu denen auch die Mitglieder des Feuerwehrvereins Jocketa und des Jocketaer Carnevalsclubs gehören, wollen der Tradition neuen Glanz verleihen.