Shanty-Chor sucht Akkordeon-Spieler

Die Marinekameradschaft Plauen-Vogtland hatte dieser Tage zu ihrem Herbst- und Oktoberfest eingeladen.

Von Gabi Kertscher

Plauen Es war inzwischen die zehnte öffentliche Veranstaltung dieser Art, seit die Kameradschaft im Vogtland existiert. 1991 beschlossen ehemalige Seefahrer der Volks- und Kriegsmarine sowie der Handelsflotte, den 1899 erstmals gegründete Verein wiederzubeleben. Mit über 100 Mitgliedern war der vogtländische Zusammenschluss die größte Marinekameradschaft im Osten Deutschlands. Heute zählt der Verein noch 65 Mitglieder. Die meisten von ihnen gehören dem Shantychor an. 1992 schlossen sich musikalisch interessierte Mitglieder zusammen und gründeten diesen. Zahlreiche Auftritte folgten. "Noch heute treten wir auf den Weihnachtsmärkten in Auerbach und Oelsnitz auf. Von den Plauenern wird gar nicht mehr nachgefragt", bedauerte Kulturobmann Dietmar Schmidt. Zudem würden dringend Akkordeon-Spieler benötigt. "Auch für kurze Zeit. Der Chor steht und fällt mit den Instrumentalisten." Schmidt ließ noch wissen, dass jeden Mittwoch geprobt wird. Ab 15 Uhr treffen sich die Sangesbrüder und -schwestern in ihren Vereinsräumen in der Dittesstraße 64. Zum Herbst- und Oktoberfest bewiesen sie, dass sie ein reichhaltiges Repertoire aufweisen können und animierten die Gäste einzustimmen. Höhepunkt der Veranstaltung war die Aufführung eines Videos zur Weißen Elster. Rudolf Helgert zeigte den zweiten Teil einer mehrteiligen Videoproduktion. Er und Gerd Budig (er konnte nicht teilnehmen) haben über fünf Jahre den Fluss in seiner vollen Schönheit dokumentiert. Sie konzipierten ein Drehbuch, fuhren unzählige Male an die Drehorte und hielten die Weiße Elster im Video fest. In 35 Minuten konnten die Zuschauer erleben, wie sich der Fluss von Kürbitz bis zum Plauener Neustadtplatz schlängelt. Es kamen Zeitzeugen zu Wort und viele bekannte Orte wurden historisch aufgearbeitet und vorgestellt.