Service wird erwartet

Plauen - Der Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing tagte gestern nicht nur öffentlich, sondern auch hinter geschlossenen Türen. In diesem Teil ging es um den Jahresrückblick 2008. Wichtigstes Thema der Arbeit der städtischen Wirtschaftsförderung im Jahr 2008 war wiederum Bestandspflege und aktive Ansiedlungspolitik. Die Wirtschaftstreibenden "erwarten einen Rundum-Service", sagte Plauens Wirtschaftsförderer Eckhard Sorger mit. "Ansprechpartner für unsere Unternehmen zu sein war oberstes Ziel", fasste er zusammen. Stolz ist die Stadt auf die Auszeichnung "Kommune des Jahres 2008" durch den Ostdeutschen Sparkassenverband. Diesen Preis erhielt Plauen in Anerkennung der erheblichen kommunalen Investitionen in die Bildungsinfrastruktur. Weitere große Pläne gibt es für die Zukunft - und die begannen sich 2008 zu konkretisieren. So soll das Deutsche Innovationszentrum für Stickerei in die Räume des ehemaligen Brandschutzamtes einziehen und in der räumlichen Bündelung Synergien stiften zwischen Forschung, Kultur und Tourismus. Für die Bestandspflege im Einzelhandel bildet das 2007 vom Stadtrat beschlossene Einzelhandelskonzept die Grundlage. Probleme im Einzelhandel machte im vergangenen Jahr noch immer das Mammengebiet. Nachdem dort die Edeka-Kaufhalle geschlossen war, wünschten die Anwohner einen neuen Einzelhändler. "Die Stadt kann hier unterstützend und vermittelnd wirken", so Sorger. "Aber in unternehmensinterne Entscheidungen eingreifen können wir nicht."

  Rewe übernimmt Märkte   Generell ist auch die Zukunft der Plus-Märkte abhängig von der im Sommer getroffenen Entscheidungen des Bundeskartellamtes. Die Märkte in Plauen dürfen nach einer Entscheidung durch das Bundeskartellamt nicht von Netto übernommen werden. Zum Jahresende 2008 fiel die Entscheidung, dass Rewe diese Märkte übernimmt. Die Wertigkeit der innerstädtischen Einzelhandelsimmobilien war Streitpunkt zwischen der Stadt und des Maklerunternehmen Kempers, Lührmann und Plötz.

  Einzelhandelskonzept   Entgegen der tatsächlichen Entwicklung im Einzelhandelskonzept wurde seitens dieser Unternehmen die Bahnhofstraße bis zur Einmündung Krausenstraße als 1-A-Lage bewertet. Die Stadt-Galerie und der Klostermarkt fanden keine Berücksichtigung. Die Folge: Unrichtige Aussagen zu den Mieten und zur Immobilienwertigkeit. Ein Vor-Ort-Termin und der Hinweis auf die Standortbewertung der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung im Zusammenhang mit dem erstellten Einzelhandelskonzept führten dazu, dass Lührmann die eigenen Angaben korrigierte und Plauen in den 1-A-Lagen deutlich besser bewertete.  -as