Seniorenheim entsteht am Goetheplatz

Dort wo vor vielen Jahren Bananenreiferei und Konsum der Abrissbirne zum Opfer fielen und die Fläche brach liegen blieb, wird wieder neu gebaut. Ein Senioren- und Pflegeheim entsteht am Goetheplatz.

Von Marjon Thümmel

 

Plauen - Keiner hatte so recht daran geglaubt, dass auf der Brachfläche wirklich mal was Neues entsteht, wie es schon vor fast drei Jahrzehnten versprochen wurde. Doch nun sind Mitte November Bagger, Laster und Kran angerückt. Die Bodenplatten des künftigen Fundaments sind schon zu erkennen. "Wir bauen ein Senioren- und Pflegeheim mit 130 Plätzen für die Volkssolidarität. Im März 2020 soll es übergeben werden", sagte Lutz H. Uhlig, Geschäftsführer der Firma Theed Projekt in Chemnitz. Benannt ist sein 2017 gegründetes Unternehmen, das sich auf den Neubau von Seniorenheimen spezialisiert hat, nach dem Stern der Zukunft aus "Star Wars", wie er schmunzelnd verrät.


 Plauen sei nach Limbach-Oberfrohna und Crimmitschau der dritte Standort. "In Limbach-Oberfrohna haben wir ein Heim mit 115 Plätzen übergeben, in Crimmitschau wird bis Herbst ein weiteres fertig sein und dann folgt Plauen mit 130 Plätzen. Im Frühjahr fangen wir mit Nummer vier in Neukirchen an, im Herbst kommt Limbach 2 als Nummer fünf an die Reihe", zählt der Geschäftsführer auf.


 In einem "U" mit Eingang Breitscheidstraße werde der barrierefreie moderne Viergeschosser in Plauen gebaut. "Die 130 etwa 26 Quadratmeter großen Einzelzimmer sind möbiliert und haben eine behindertengerechte Dusche. Hinzu gibt es auf jeder Etage ein Bad und einen Aufenthaltsraum mit 50 Quadratmeter großem Balkon. Im Haus selbst sind neben Küche auch Friseur und Cafeteria untergebracht. Und es gibt auch eine Tiefgarage und Parkplätze für Mitarbeiter und Besucher. 90 Arbeitsplätze werden entstehen", fügt Uhlig hinzu und nennt auch die 13 Millionen Euro Baukosten. Das Grundstück habe er auch gekauft. Und auf die Frage, ob auch Ehepaare gemeinsam untergebracht werden können, sagte er, dass dann Zimmer zu einem Appartement zusammengefügt werden können. "Die Nachfrage nach solchen Zimmern für Ehepaare wird immer größer", weiß er.
 "Wir liegen mit dem Bau voll im Plan. Nach der Weihnachtspause geht es am 7. Januar weiter. Dann wird die Bodenplatte fertig gestellt. Richtfest soll je nach Länge des Winters im Juni oder Juli sein. "Wir haben uns für alle unsere Objekte 18 Monate Bauzeit gesetzt. So kann auch der künftige Betreiber Volkssolidarität entsprechend planen", sagt Uhlig.


 Seit die Bauarbeiter die Fläche in Beschlag genommen haben, würden sie immer wieder auch von Anwohner angesprochen. "Sie sind richtig froh, dass nun gebaut wird, weil, wie sie sagen, endlich der Müllablage- und Hundekackplatz verschwindet. Und auch die Fläche genutzt vom Zirkus hat wohl kaum Wohlgefallen ausgelöst. Nun entsteht ein schönes Haus, farblich abgestimmt und mit einem Besuchergarten. Für die demenzkranken Heimbewohner wird es auch einen eigenen, nicht öffentlichen Garten geben. Insgesamt wird es ein hübsches Haus, in dem die Bewohner ihren Lebensabend verbringen können", sagt Lutz H. Uhlig.