Segler auf der Talsperre Pöhl warten auf Sturmtief

Alle warten auf den Sommer, alle wollen heiße Temperaturen und keinerlei Luftbewegungen. Alle?

 

Nein. 70 Sportler wollen genau das am Wochenende nicht. Sie warten auf das angekündigte Sturmtief, um ordentlich Wind zu haben: Die Flying-Dutchmann-Segler bei den Deutschen Meisterschaften auf der Talsperre Pöhl.

Gestern wurde die Meisterschaften von Plauens Bürgermeister Manfred Eberwein eröffnet. Veranstalter ist nun schon zum zweiten Mal nach 1999 der SVV Einheit Plauen. Zehn Mal müssen die Segler auf die Pöhl, um in den Wettfahrten ihre Besten zu ermitteln.

 

Da drängt die Zeit, Windstille können sich die Athleten und auch die Organisatoren kaum leisten. Sonst wird es eng. Aber spätestens ab heute Nachmittag soll Petrus ja mächtig Puste bekommen.

Sieben vogtländische Boote befinden sich im Starterfeld. Darunter ist mit Petra Krüger auch die einzige Frau unter den Seglern. "Das ist eigentlich ein Männersport, auch weil er ziemlich rau ist. Aber ich fühle mich unter den Herren pudelwohl", lacht die junge Frau, die für den TSV Oelsnitz startet. Seit ihrer jüngsten Kindheit segelt sie. "Nie auf Leistungssportbasis, es war immer schon mein Hobby." Ein Hobby, das ihr viel gebracht hat. Immerhin ist sie auch schon bei einer WM dabei gewesen. -as