Sechs Vogtländer von Kultusminister geehrt

Ehre, wem Ehre gebührt: Sechs Vogtländer erhielten gestern Abend in Dresden von Kultusminister Roland Wöller den "Joker im Ehrenamt" überreicht. Mit dieser Auszeichnung wird jährlich die Arbeit der Ehrenamtlichen gewürdigt, die sich Tag für Tag uneigennützig engagieren.

 

Den Helfern, die oftmals im Hintergrund stehen, solle einmal öffentlich danke gesagt werden, so Wöller. Geehrt wurden unter anderem Elternsprecher und Übungsleiter. Die Veranstaltung findet seit 1996 statt. Bisher wurden laut Kultusministerium 850 freiwillige Helfer, gestern allein 67, ausgezeichnet. Einer der geehrten Vogtländer ist der Ellefelder Uwe Hering (Foto). Nominiert hat ihn die Seminarschule Auerbacher - und das gleich aus mehreren Gründen. Hering ist Elternsprecher der Einrichtung, Klassenelternsprecher der 9a und Leiter des Schulsanitätsdienstes. "Er hat sich die Auszeichnung wirklich verdient", bekräftigt Schulleiter Rainer Lemoine gleich mehrfach.

Zwei Stunden pro Woche bringt Uwe Hering - im Hauptberuf Rettungsassistent beim Arbeiter Samariter Bund - interessierten Schülern der Klassenstufen sieben bis neun alles zum Thema Erste Hilfe. Derzeit umfasst der Schulsanitätsdienste in der Seminarschule zehn Jungen und Mädchen, die unter anderem die Schulveranstaltungen mit absichern.

Mindestens genauso wichtig wie die medizinischen Kenntnisse ist für Hering auch die Vermittlung sozialer Kompetenzen. "Ein gutes Wort ist genauso wichtig wie ein schöner Verband", so Hering. Besonders freut ihn, dass zwei Schützlinge nach ihrer Schulzeit beim Fach geblieben sind - und eine Lehre als Krankenschwester begonnen haben.  "Das ist das erste Mal, dass ich für meine ehrenamtliche Tätigkeit ausgezeichnet werde", freut sich Hering. War er vor der Ehrung ein wenig aufgeregt? "Nein" - lautet die klare Antwort des engagierten Vogtländers.  M. W.