Schwimmhallen-Abriss rückt ins Visier

Eine teure Machbarkeitsstudie und hohe Sicherungskosten: Die frühere Schwimmhalle Hainstraße ist derzeit lediglich ein Kostenverursacher. Der Abriss wird wahrscheinlicher.

Plauen - Die Tage für die seit Jahren geschlossene Schwimmhalle an der Hainstraße sind offenbar gezählt. Nach dem der Wunschtraum von Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) darin eine Eislaufbahn zu etablieren nach einer Machbarkeitsstudie platzte, kommt nun auch ein Abriss der Immobilie in Betracht. Schwer vorstellbar, dass die Halle in irgendeiner Form noch einmal geöffnet wird.

Für Kinder des benachbarten Spielplatzes oder der Freizeitanlage Syratal ist die verweiste Schwimmhalle ein Schandfleck, aber besonders eine Gefahr. Sie könnten sich an den herumliegenden Glasscherben und den zerschlagenen Scheiben des ungesicherten Seiteneinganges verletzen. Die restlichen großen Scheiben der Halle sind von einer privaten Firma aus Berlin mit speziellen Platten gesichert. "Seit Januar 2008", sagt Peter vom Hagen, Betriebsleiter der Gebäude- und Anlagenverwaltung (GAV).

Die Platten vermietet das Sicherungsunternehmen eigentlich wochenweise. Für die Stadt sei ein Festpreis von rund 11 500 Euro inklusive des Rückbaus vereinbart worden, so der GAV-Chef: "Die Immobilie bleibt gesichert bis eine Nachnutzung geplant und realisiert wird oder gebenenfalls auch ein Abbruch erfolgen soll."

Bisher verursacht die leere Halle nur Kosten. Freizeitanlagen-Betreiber Michael Hochmuth würde sich auch über einen Parkplatz an dieser Stelle freuen, sollte das Gebäude abgerissen werden, sagt er. Einen Hallenspielplatz hätte er sich vor Jahren hier gut vorstellen können. Die Zeit sei dafür nun aber abgelaufen. mar