Schweizer übernehmen Paracelsus im Vogtland

Die Schweizer Beteiligungsgesellschaft Porterhouse Group AG will die insolvente Klinikgruppe Paracelsus übernehmen, die 40 Einrichtungen deutschlandweit betreibt - auch im Vogtland, wobei das Reichenbacher Krankenhaus als sehr gefährdet gilt, weil es jährlich Medienangaben zufolge 3 Millionen Minus macht.

Von 300 Beschäftigten in Reichenbach wurden 37 gekündigt. Mit Porterhouse bekomme Paracelsus wieder eine Perspektive, sagte der Sachwalter Rainer Eckert. Das Kartellamt muss noch zustimmen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Nach der Übernahme soll Prof. Michael Philippi, der bis Ende 2016 die Sana Kliniken AG führte, die Leitung der Paracelsus Kliniken übernehmen.

Laut Porterhaus soll Paracelsus wieder stabil und profitabel werden - und wachsen. Porterhouse Group ist eigenen Angaben zufolge eine internationale, in Familienbesitz befindliche Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Luzern. Das 2016 gegründete Unternehmen investiert demnach in Unternehmen in Märkten mit nachhaltigem Wachstum. dpa/ufa