Schwarmbeben vom Mai im Vogtland weiter aktiv

Im Vogtland hat nach drei Wochen Ruhe erneut die Erde gebebt. Wie das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) mitteilte, gab es am frühen Dienstagmorgen einen Erdstoß des sogenannten Schwarmbebens mit einer Magnitude von 3,0.

Betroffen war erneut die Region Vogtland/ Nordwestböhmen. Wahrgenommen wurden die Erdstöße im Vogtland hauptsächlich rund um Klingenthal. Bisher wurden nach Angaben der Behörde mehr als 120 Erschütterungen aufgezeichnet, die über einer Magnitude von 2,0 lagen. Der höchste Ausschlag erfolgte am 21. Mai mit einer Stärke von 3,8 auf der Richterskala.

Die letzten deutlich spürbaren seismischen Ereignisse wurden am 1. Juni mit einer Magnitude von 2,5 gemessen. Seit dem wurden immer wieder kleinere Erschütterungen erfasst, die jedoch die Magnitude 2,0 nicht überschritten haben. Im Allgemeinen werden Erdbeben erst mit einer Magnitude über 2,0 wahrgenommen. Die Region Vogtland/Nordwestböhmen ist bekannt für Schwarmbeben.

Dabei treten in dichter zeitlicher Reihenfolge kleine Erdbeben im gleichen Herdgebiet auf. In den letzten Jahren hat sich das Auftreten von Erdbebenschwärmen in der Region offensichtlich erhöht. Die Ursachen dafür werden untersucht. Die letzten größeren Erdbebenschwärme ereigneten sich von Oktober bis Dezember 2008, im August/September 2011, von Mai bis August 2014 und im Juli 2017. va