Schwaben im Rosenbacher Praktikum

Woanders ist eben alles etwas anders! Das haben Sebastian Allgaier, Simon Fleischer, Tim Rogg und Moritz Weimar gleich nach ihrer Ankunft im Vogtland gespürt.

Die vier künftigen Achtklässler sind die ersten Schüler, die im Jugendaustauschprogramm Bergatreutes, der Leubnitzer Partnergemeinde in Oberschwaben, für eine Woche zum Praktikum Rosenbach weilten. Die Idee dazu hatte die dortige Jugendreferentin Yvonne Giwitsch, welche ihre Schützlinge mit Unterstützung ihrer Tochter Sabrina betreute. Untergebracht waren die Gäste in der Freizeiteinrichtung Waldfrieden, wo sie auch gute Bedingungen für ihre Freizeitgestaltung vorfanden. Nach einer Rundfahrt durch die Umgebung am Montag standen Arbeitstage in verschiedenen Betrieben Rosenbachs vor den Schülern.

Entsprechend ihrer Neigungen hatte sich Heike Löffler, Fremdenverkehrsverein Rosenbach, in der Gemeinde umgehört und war mit spontanen Zusagen beim Landwirtschaftsbetrieb Adelheid Sachs, Dachdecker Andy Bromnitz, Metallbau Bernd Broßmann und dem Eigenbetrieb Höhle/Mühle fündig geworden.

Von der Mithilfe waren nicht nur die Schüler begeistert, die alle vier gerne wiederkommen möchten, sondern auch ihre "Arbeitgeber". So Bromnitz: "Der Simon hat tüchtig zugelangt und beim Dachdecken das Ziegelmaterial mit dem Aufzug nach oben befördert. Das hat ihm sehr gefallen, aber auch angestrengt". Sachs hatte in Moritz eine tatkräftige Unterstützung am Melkstand und im Stall und auch Sebastian war bei Broßmanns genauso fleißig wie Tim in der Drachenhöhle.

Das Praktikum hat sich in Leubnitz und Umgebung in Windeseile herumgesprochen, und Giwitsch hat aus der Heimat schon neugierige Fragen gestellt bekommen. Der Gedanke kam ihr im Hinblick auf eine Verjüngung der partnerschaftlichen Beziehungen, die nun schon 20 Jahre bestehen und zeigte sich begeistert, wie die jetzt größere Gemeinde Rosenbach den Gedanken mitträgt. Zum Dank dafür wurde am Donnerstag von ihr ein Grillabend mit den Gastgebern veranstaltet, bei dem sie die Hoffnung aussprach, im nächsten Rosenbacher Schüler in Bergatreute begrüßen zu können.