Schulzentrum e.o. plauen gut besucht

 

Plauen - "Schritt für Schritt" - die Laufbahnberatung zu Bildungswegen am Beruflichen Schulzentrum e.o. plauen führte Schulleiter Rainer Maria Kett höchstpersönlich durch. Bereits am Freitag besuchten etwa 100 Mittelschüler das Gebäude in der Uferstraße, um sich über die angebotenen Richtungen zu informieren.

 

Zum Tag der offenen Tür am Samstag war das Schulzentrum gut besucht. Das Angebot war so groß, dass sich jeder gezielt nach seiner Fachrichtung umschaute, denn ein Komplettüberblick wäre in der relativ kurzen Zeit unmöglich gewesen.

Sechs Schularten sind unter dem Dach des Gebäudes integriert: Berufsschule, Berufsfachschule, Fachoberschule, Fachschule, Berufliches Gymnasium sowie Berufsgrundbildungs- und Vorbereitungsjahr, die sich nochmals in verschiedene Bereich unterteilen. Insgesamt 1800 Schüler lernen hier, davon sind etwa 800 täglich im Hauptgebäude sowie weitere 300 in der Außenstelle in der Seminarstraße untergebracht.

Neben Beratungen und der Möglichkeit, sich bei Fachlehrern und Schülern zu informieren, gab es über den Tag verteilt mehrere Programmhighlights. Vom Mitmachworkshop, über eine Modenschau bis hin zu Probeaufnahmeprüfungen konnte alles auf Herz und Nieren getestet werden. "Test läuft!" hieß es für alle, die sich mit dem Gedanken an eine Ausbildung im Gestaltungstechnischen Bereich tragen. Nach dem Erledigen einer Zeichenaufgabe gab es sofort ein Urteil darüber, wie viel Talent in einem steckt und ob der Traumberuf auch der geeignete sein könnte.

Marianne Jaentsch und Michaela Schmidt haben sich vor zwei Jahren für den Medienbereich entschieden und werden im April ihre Abschlussprüfung meistern. "Erst dachte ich, es sei viel Arbeit am Computer. Doch es ist so vielseitig und abwechslungsreich, dass es wirklich Spaß macht", so Schmidt. Neben Kurz-, Werbe-, und Animationsfilmen stehen Fotografie, Typografie, Gestaltung und Webdesign auf dem Plan. Während Marianne Jaentsch auch gern in eine andere Stadt umziehen würde, möchte die blonde Michaela lieber im Vogtland bleiben. "Das Arbeitsamt hat mir Hoffnung gemacht, dass ich auch hier etwas im Werbebereich finden kann", sagt sie.

Die Arbeitsagentur Plauen war am Samstag selbst vor Ort und führte Berufsberatungen durch. Ebenfalls konnten die Besucher mit Dozenten von Hochschulen ins Gespräch kommen. In den Bereichen Textil-, Bekleidung- und Hauswirtschaft sorgten Mitmachangebote dafür, einen ersten Eindruck zu bekommen. Ob Nähen, Stricken, Weben von Bändern oder Erläuterungen zum Einsetzen von Silikonen in der Beschichtung - hier war handwerkliches Geschick gefragt. Ein Auge für Details und künsterlische Begabung sind von Vorteil in allen Gestaltungsbereichen. Auch hier ging es praktisch zur Sache. Ein eigenes Outfit konnte entworfen werden, ein Parfümkarton kreiert, die Enstehung einer Website beobachtet oder ein Modell gezeichnet werden.

"Wir überlegen einen zweiten Tag der offenen Tür zu veranstalten. Günstig wäre es dann, wenn die Schüler Zeugnisse in der Hand haben. Dann kann sich ganz konkret in den Bereichen umgeschaut werden und noch intensiver beraten werden" blickt Schulleiter Kett voraus. 

 

Von Stephanie Rössel