Schulsanierung in Reusa dauert länger

Plauen - Die Bauarbeiten in Reusa haben sich verlängert und konnten nicht - wie ursprünglich geplant - Ende Juli abgeschlossen werden. Neuer Termin für die Fertigstellung des Gebäudes ist Ende September.

Der Umbau und die Sanierung der Grundschule in Reusa wurde notwendig "durch geänderte funktionelle Anforderungen an Grundschulen", sagt Peter vom Hagen, Betriebsleiter der Gebäude- und Anlagenverwaltung. Zudem war der Zustand des Gebäudes Auslöser für die Bauarbeiten, die im Juli 2009 begannen. Vom Hagen: "Unvorhergesehene zusätzliche Leistungen, die sich aus der Altbausubstanz ergaben, führten dazu, dass dieser Termin nicht gehalten werden konnte."

Auf dem Gelände der Schule hat sich laut Peter vom Hagen einiges getan. Das Hortgebäude und der Zwischenbau mussten ebenso wie der Turnhallenzwischenbau abgerissen werden. Das eigentliche Schulgebäude wird grundlegend saniert: Dacheindeckungen, Fußböden, Fenster, Türen, Innenputz und technische Anlagen wurden erneuert. Die WC-Anlagen sind umgebaut und ebenfalls erneuert worden. Zur Verbesserung der Raumakustik mussten die Unterdecken abgehängt werden. Zudem wird die Schule barrierefrei gestaltet, das heißt, dass durch den Bau eines Aufzuges und entsprechender sanitärer Anlagen die Schule behindertengerecht wird.

Für den in diesem Jahr geplanten Sporthallenneubau und die Sanierung der Außenanlagen wurde die Förderung indes nicht bewilligt. "Laut Mitteilung der Förderbehörde stehen für 2010 nur begrenzte Fördermittel zur Verfügung, der Antrag wird von der Stadt Plauen für das Jahr 2011 aufrechterhalten", erklärt vom Hagen. Für den Schulbetrieb sei es jetzt erforderlich, die vorhandene alte Sporthalle wieder nutzbar zu machen. Zudem müssen Teile der Außenanlage fertig gestellt werden, die ursprünglich aus der Förderung bezuschusst werden sollten.

Durch die Streichung dieser Gelder konnte das Konzept, die Schule umfangreich mit den Außenanlagen zu sanieren, nicht aufrechterhalten werden. Durch den Wegfall des Sporthallenneubaus werden Lehrer und Schüler der Grundschule Reusa bei einem Rückzug in das alte Gebäude zunächst mit Provisorien leben müssen. Die Kosten für die Sanierung des Schulgebäudes belaufen sich auf insgesamt circa 2,5 Millionen Euro. Die Baumaßnahme wird von der Europäischen Union im Rahmen des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit Fördermitteln in Höhe von 1,58 Millionen Euro gefördert. Lars Günther