Schönheides Ex-Bürgermeister gestorben

Der erste freigewählte Bürgermeister von Schönheide Ekkehard Trommer ist tot. Wie seine Familie informierte, verstarb der 73-Jährige am Samstagmorgen nach langer schwerer Krankheit im Auer Klinikum.

Trommer führte von 1990 bis 2008 die Geschicke im Rathaus der Bürstenmacher-Gemeinde. Vierfach in Folge wurde er zum Ortsoberhaupt gewählt - zunächst für die Bürgerinitiative Schönheide, dann als Einzelkandidat und für die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) sowie schließlich als parteiloser Bewerber. Seine politische Laufbahn beendete er vor wenigen Wochen als Gemeinderat, wo er seit 2009 für die CDU saß. Ekkehard Trommer stammt aus einem alteingesessenen Baugeschäft des Dorfes.

Zunächst arbeitete er aber als Hauer und nach erfolgreichem Bergbau-Studium als Revierleiter in Freiberg. Später schulte er zum Baufacharbeiter um. Seine Diplom-Ingenieurs-Ausbildung auch in dieser Branche ermöglichte ihm die Mitarbeit am neu entstehenden Pumpspeicherwerk in Markersbach. Als Bauleiter des Bau- und Montagekombinates (BMK) Süd war er bis zur friedlichen Revolution zudem für die Errichtung von Rohrtrassen, Heizhäusern und Kanalisationsanlagen in den Neubaugebieten Ost-Berlins zuständig.

Auch in Schönheide brachte er nach 1990 die Infrastruktur auf Vordermann. Zudem entstanden während seines Bürgermeister-Wirkens im Ort Feuerwehrdepot, Eisstadion, Turnhalle sowie Friedhof neu. Schule, Fußballstadion und Rathaus wurden rundum renoviert. Der Alt-Bürgermeister Schönheides hatte nach dem frühen Tod seiner ersten Frau wieder geheiratet. Er war dreifacher Vater und siebenmal Großvater. Trommer wird am Freitag, 13 Uhr, in seinem Heimatort zu Grabe getragen. E. M.