Schöneck zwischen den Extremen

Schöneck - Eine Zwischenauswertung für die vergangene Wintersaison der Skiwelt Schöneck liegt vor und zeigt: Das Wetter lässt sich schlecht planen.

"Schwankungen kommen immer wieder", meint Thomas Jentsch, Geschäftsführer der Dienstleistungs- und Tourismus GmbH (DLT) in Schöneck, als Betreiber der Skiwelt. Er macht deutlich: Die letzten beiden Winter waren die extremsten seiner bisherigen fünfjährigen Dienstzeit. Jentsch erklärt: "Beide entsprachen nicht dem Durchschnitt." Während der Winter 2012/13 sehr schneereich war und extrem lang ging, Wintersportler kamen noch zu Ostern auf ihre Kosten, zeigte sich ein Jahr später die gesamte kalte Jahreszeit viel zu mild.

Die Zahlen sprechen für sich: 108 Skitage zählte die DLT 2012/13, in der vergangenen Saison nur 42. "Davon war die Zauberteppich-Anlage am ehesten in Betrieb, da wir das Gelände hier einfacher beschneien konnten", so Jentsch. Der große Lift ging 2013/14 nur 27 Tage, 18.500 Gäste kamen in die Skiwelt, im Rekordwinter davor waren es 63.000. Das hat Auswirkungen: "Eigentlich wollten wir jetzt zwei Beschneiungs-Geräte anschaffen, das geht nun nicht und wird wohl erst nächstes Jahr", bedauert der Geschäftsführer.

Der Winter sei die Hauptbetriebszeit, in der erwirtschaftet die DLT normalerweise ein Polster als Saisonvorbereitung für das nächste Jahr. Jetzt klafft ein Minus, wie hoch das genau ist, sei noch nicht klar. Thomas Jentsch hofft jetzt, durch eine gute Bikewelt-Saison einiges auszugleichen. Die startet im Mai, dann dreht sich der Sessellift, um Radfahrer, vor allem im Downhill-Bereich, zu transportieren. "Wir dehnen die Öffnungszeiten aus, dieses Jahr haben wir nicht nur samstags, sondern das ganze Wochenende auf und an den einzelnen Tagen auch länger", verspricht Thomas Jentsch. Katrin Mädler