Schöneck: Rasche Antwort auf Bürgeranliegen

Anfragen gleich für mehrere Bürger stellte zur Stadtratssitzung die Schöneckerin Aurelie Paul. Die Stadt liege ihr sehr am Herzen, daher spare sie auch nicht mit Kritik, ließ die Seniorin wissen und legte los.

Zu wünschen übrig lasse die Sauberkeit. Vor allem Tempotaschentücher sorgen haufenweise für Ärger. Raser in der Falkensteiner Straße bereiten weiteren Verdruss. Dort müsse mehr Kontrolle her, vielleicht eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Das fehlende Schwimmbad bereite ihr und anderen Schöneckern Kummer und im Winter sei es im Bereich Albertplatz manchmal so glatt, dass sie den Weg vom Bäcker zurück in Socken habe bewältigen müssen, um nicht zu fallen.

"Da muss der Bauhof schon mal mehr Augenmerk darauf richten", fand Frau Paul. Fast umgefahren habe sie in jüngster Zeit mehrfach der Rettungsdienst des DRK. "Dürfen die denn fahren, wie sie wollen", fragte die Schöneckerin? Natürlich wolle auch sie gerettet werden im Notfall, aber mitten in der Stadt neben dem Fußgänger das Martinshorn loszulassen, müsse nicht sein.

Was wird mit dem Tannenhaus und was mit dem Hüttenwirt und vor allem sollte der Weihnachtsmarkt auch mal wie früher in der Oberstadt stattfinden, nicht am Untermarkt. Abhilfe müsse her bei den stinkenden Gullys am Netto-Markt.

Bürgermeisterin Isa Suplie hatte emsig notiert und gab vor Ort Antworten. Freitag sei der Bauhof regelmäßig generell auf "Mülltour". "Wir nehmen den Albertplatz nochmal gesondert mit auf", versprach die Bürgermeisterin. In Bezug auf ein Tempolimit auf der Staatsstraße mache sie wenig Hoffnung. Nachdem aber auch Stadtrat Ebert Gefahr für Kinder in Verzug sah, erklärte Suplie, zumindest auf verstärkte Kontrolle durch Blitzer zu drängen.

In Sachen Weihnachtsmarkt hatte Isa Suplie Argumente parat, die für den Untermarkt sprechen. Gespräche mit Händlern der Hauptstraße gab es bereits diesbezüglich. So müsse man den Strom neu installieren. Berücksichtigen müsse man den Dach-Schnee in der Hauptstraße. Zudem könnten Händler-Buden nicht vorfristig aufgebaut werden und müssten wegen der Verkehrssituation auch sofort wieder abgebaut werden. Am Untermarkt, am Fuße von Söll und Spielplatz sei das anders. "Vielleicht könnte es neben dem Frühjahrsmarkt in der Oberstadt auch einen von Händlern ins Leben gerufenen Herbstmarkt geben", schlug die Bürgermeisterin vor.

In Sachen Tannenhaus habe die Stadt Rückkaufsrecht und warte weiter ab. Der "Hüttenwirt" ist noch im Umbau und kann zur Wintersaison genutzt werden. Und das Rote Kreuz habe sicher Sonderfahrtsrechte. Sie werde weiter ein Auge auf die Geschehnisse der Stadt haben, versprach Aurelie Paul und dankte für die Antworten.