Schnüffler im Plauener Amtsgericht

Plauen - Für neugierige Blicke sorgte am Dienstag der Trainingstag der Diensthundeschule der Polizei Sachsen im Plauener Amtsgericht.

Fünf Hunde samt Hundeführer werden derzeit von einem erfahrenen Ausbilder auf die Suche von Rauschgift spezialisiert. Innerhalb der elfwöchigen Ausbildungszeit werden verschiedene Orte in Sachsen aufgesucht, um die Möglichkeit zu geben unter verschiedenen Bedingungen zu arbeiten. Nach einer Konditionierung auf verschiedene Rauschmittel sowie dem intensiven Training an einer Suchwand, gilt es das Gelernte auch an jedem erdenklichen Ort umsetzen zu können. Freiflächen, Fahrzeuge und auch Gebäude stehen auf dem Trainingsplan.

Dabei ist Teamarbeit von Mensch und Hund gefragt. Die Hundeführer, die entweder Beamte der Polizei oder Justiz sind, müssen sich noch vor der Suche einen Überblick über die Situation verschaffen, um mit dem Hund einen im Kopf zurecht gelegten Plan abzuarbeiten. Nur so besteht keine Gefahr, Bereiche auszulassen oder zu vergessen. Außerdem ist Gehorsam die Basis für die Arbeit. Bestätigt wird der Hund nach getaner Arbeit im besten Fall mit seinem Lieblingsspielzeug oder Futter.

Im Amtsgericht wurden hauptsächlich Büroräume genutzt. Für die Angestellten vor Ort war es eine ungewohnte, aber durchaus interessante Situation. Verschiedene Rauschmittel wurden deponiert, die von den Hunden später gefunden und angezeigt werden mussten. In öffentlichen Gebäuden wirken verschiedene Einflüsse auf die Suche. Der Publikumsverkehr aber auch geöffnete Fenster und Türen zwingen den Hund intensive Nasenarbeit zu leisten. Diese ist bei einigen Hunden sogar deutlich hörbar.

Die Diensthundeschule Naustadt nahe Dresden ist die zentrale Aus- und Fortbildungsstätte für das Diensthundewesen in Sachsen. Hund und Hundeführer werden dort auf ihren Einsatz vorbereitet und auf laufende Leistungsfähigkeit überprüft. Regelmäßig werden hier Rauschgift- und Sprengstoffspürhunde, Leichen- und Vermisstenspürhunde, Brandmittelspürhunde, Fährtenhunde sowie Schutzhunde ausgebildet. Dabei durchlaufen fast alle Hunde der Polizei eine duale Ausbildung, was bedeutet, dass sie sowohl als Schutzhund als auch in einer Spezialrichtung eingesetzt werden können. Stephanie Rössel