Schnelle Turm-Spende lohnt sich

Pünktlich mit Beginn des neuen Schuljahres soll diesen Montag das Spendenprojekt "Treppenstufen für den Bergfried" anlaufen, kündigt Thomas Lehniger an, der Vorsitzende des Oelsnitzer Schloss-Fördervereins.

Von Renate Wöllner

Nach einer ersten Phase der "Fanwerdung" sei ab Mitte September der Wechsel in die Finanzierungsphase geplant, in der die Fans dann mit ihrer Geldspende aktiv werden können, um das Spendenziel von 25 000 Euro anzusteuern.
Um den Bergfried von Schloss Voigtsberg als Aussichts- und Museumsturm wieder begehbar zu machen und dafür um sechs Meter aufzustocken arbeitet der Verein mit der Sparkasse Vogtland zusammen. Über deren Crowd-funding-Plattform - www.99funken.de/sparkasse/vogtland#projects - werden die Gelder gesammelt. Jedes Funding einer Treppenstufenspende von 200 Euro wird von der Sparkasse automatisch um 100 Euro aufgestockt - so lange, bis das Projekt die Hälfte der Fundingschwelle erreicht hat. Schnell sein lohnt sich also, meint Lehniger.


Insgesamt stehen für die Spender 100 Treppenstufen zur Verfügung. Gebaut wird die neue Innentreppe als Metallkonstruktion. Der Verein sei mit der Firma Meiser im Gespräch. Die alte instabil gewordene Holztreppe im Turm ist im Zuge der Bauarbeiten entfernt worden. Beteiligen an der Geldspende könne sich jeder. Ab einem Spendenbetrag von 200 Euro werden Geber der Nennung des Namens, des Geschäftes oder Betriebes an der Treppenstufe Erwähnung finden, verspricht der Vereinsvorsitzende.


Die Arbeiten am Bergfried haben die markante, kegelförmige Turmhaube erreicht. Die Holzkonstruktion wird schrittweise demontiert. Sie in einer spektakulären Aktion in einem Stück abzuheben, war nicht möglich. "Die Holzbalken erwiesen sich schadhafter als gedacht, sie sind zum Teil in älteren Bauphasen schon einmal angeschuht worden. Von einer wertvollen Zimmermannsarbeit kann hier keine Rede mehr sein", gab Lehniger Auskunft. Soweit möglich, soll aber ein Teil der Konstruktion erhalten werden.


Eine Spezialfirma aus dem Erzgebirge werde jetzt Untersuchungen des Mauerwerks zur Materialbeschaffenheit vornehmen. Die Analyse - eingeschlossen sind Bohrungen - soll Grundlage der aufwändigen Sanierung sein. Der Bergfried wird mit einem Ringanker gesichert.