Schneeverwehungen und Glätte: "Axel" sorgt für Unfälle

Der Wintereinbruch durch Sturmtief "Axel" hat die Polizei in Atem gehalten. Bei zahlreichen Unfällen auf glatten Straßen gab es auch Verletzte. Im Vogtland bleib es bei Blechschäden.

Chemnitz/Plauen - Sturmtief "Axel" hat mit Schneeverwehungen und Glätte für zahlreiche Unfälle und gesperrte Straßen im Erzgebirge, Vogtland und im mittleren Sachsen gesorgt. Nahe der Sperrmauer Pöhl wurde ein Baum umgeknickt, auch die Vogtlandbahn wurde durch Äste auf den Gleisen behindert. Von Staus betroffen war die A 72. Trotz vollen Einsatzes des Winterdienstes konnten die Straßen nicht überall rechtzeitig beräumt werden, auch weil an den Morgenstunden noch einmal kräftiger Schneefall einsetzte.

"Axel" hatte es bereits in der Nacht zum Mittwoch vor allem im Bergland kräftig schneien lassen. Im Erzgebirge seien bis zu 30 Zentimeter Neuschnee gefallen, sagte Meteorologe Thomas Hain vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig. Allerdings blieb er nicht überall liegen, sondern wurde von Stürmen verweht - teils habe es bis zu einen Meter hohe Schneeverwehungen gegeben. In den nächsten Tagen wird sich den Vorhersagen zufolge bei klarem Himmel polare Kaltluft in Sachsen breit machen.

Die Gebirgsregionen dürften sich in der Nacht zum Freitag in einem Gefrierschrank verwandelt - die Temperaturen sollen dort bis zum Morgen auf etwa minus 20 Grad fallen. Laut Polizeidirektion Zwickau waren die Autofahrer im Vogtland gut auf den Winter eingestellt, es sei zu nicht mehr Unfällen als an normalen Tagen gekommen, hieß es. Bei Unfällen blieb es zumeist bei Blechschäden. So auch am Dienstagnachmittag, als in Klingenthal der Fahrer eines Suzuki wegen Schneematsch in einer Linkskurve ins Schleudern geriet.

Das Fahrzeug stieß mit einem entgegenkommenden VW eines 45-Jährigen frontal zusammen. Beim Öffnen der Fahrertür verletzte sich der 75-jährige Verursacher leicht am linken Arm. Es entstand ein Gesamtschaden von 21.000 Euro. Besonders für manche Brummis gab es auf den schneebedeckten Straßen kein Vorankommen oder sie kamen ins Rutsche n und behinderten so den Verkehr. Auf der A 72 gab es in den Morgenstunden zwischen Zwickau und Chemnitz einen 26 Kilometer langen Stau.

Für die Bundesstraße B95 von Chemnitz in Richtung Burkhardtsdorf bestand für Lastwagen zeitweise Schneekettenpflicht, die später aufgehoben wurde. Dank Dauereinsatz der Schneeschieber entspannte sich die Verkehrssituation jedoch bald wieder - zumindest bis zum nächsten Flockenwirbel. Vorsicht und Rücksichtnahme gilt für alle Verkehrsteilnehmer auch in den nächsten Tagen.