Schnee macht Hoffnung in Wintersportgebieten

Wintersportfans schauen seit Wochen vergebens gen Himmel, Skigebiete behelfen sich mit Schneekanonen. Endlich sind auch die Temperaturen ins Minus gesunken - und es gibt Hoffnung auf Flockenwirbel.

Leipzig/Oberwiesenthal/Klingenthal - Es ist Winter und sehr kalt in Sachsen. Auf den meisten Pisten in den Skigebieten herrschte am letzten Wochenende der Winterferien aber kaum Andrang - mangels Schnee. Selbst auf dem Fichtelberg, der mit 1.215 Metern höchsten Erhebung im Land, wurden nur zwei kümmerliche Zentimeter gemessen, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes am Sonntag in Leipzig sagte.

Auch im Vogtland lag mit einem Zentimeter nur ein Hauch von Schnee, mit minus zehn Grad auf den Fichtelberg und in Görlitz war es jedoch sehr kalt. Für Montag sagten die Meteorologen landesweit Schneefall aus - aber nur für ein paar Stunden. "Petrus lässt uns ein bisschen im Stich", sagte eine Mitarbeiterin der Gästeinformation im Kurort Oberwiesenthal am Fuße des Fichtelberges. Seit Neujahr berieseln Schneekanonen zwei Pisten. "Endlich haben wir auch Minusgrade." Wann die Präparierung abgeschlossen und die Hänge für Skifahrer frei gegeben werden könnten, sei noch offen.

"Das dauert, noch reicht es nicht." Die Kleinsten konnten allerdings schon auf einem Hang rutschen. "Ideal wären über Nacht 30 bis 40 Zentimeter richtiger Schnee." Der Deutsche Wetterdienst geht immerhin davon aus, dass es am Montag bis zu sieben Zentimeter Neuschnee gibt. Ski und Rodel gut hieß es indes in der Skiarena Eibenstock, die am Sonntag die Saison eröffnete. Dort hatten acht Schneekanonen in 36 Stunden alles gegeben.

"Die Piste ist präpariert, der Andrang groß", sagte Michael Uhlmann von der Touristenzentrum Am Adlerfelsen GmbH. Auf dem Hang vergnügten sich Dutzende Familien mit Schlitten, Ski- und Snowboardfahrer. Die Eibenstocker Skihasen durften sich über eine 30 Zentimeter hohe Schneedecke freuen. In Klingenthal ist das Schneetelefon noch nicht besetzt. "Bis vorige Woche war ja noch Sommer, wir warten dringend auf Schnee von oben", sagte Skischulleiter Maik Körner. Seit zwei Tagen werden die Pisten schon mit Kunstschnee beschossen, in Schöneck soll spätestens Dienstag Wintersport möglich sein.

"Rodeln ist kein Problem." Für Ski brauche es aber mindestens eine Schneedecke von 20 Zentimetern. "Wir hoffen, dass es nun endlich los geht." Auch am Kegelberg Erlbach laufen sich die Schneekanonen heiß. va