Schnäppchen bei Vergabe für Horten

Plauen - "Der Fertigstellungstermin des neuen Landratsamtes per 29. Januar 2016 ist sichergestellt. Wir sind im Plan", informierte am Montag Projektsteuerer Stefan Scharfschwerdt die Abgeordneten des kreislichen Bau-, Umwelt- und Vergabeausschusses. Kostenmäßig bleibe der Umbau des früheren Horten-Kaufhauses zum neuen Landratsamt auch bei den 41,13 Millionen Euro.

Die offene Vergabesumme liegt derzeit bei 5,2 Millionen Euro. Kurz und präzise erläuterte Scharfschwerdt den Stand der Bauarbeiten am "Horten". So ist zum Beispiel der Bau der Metallfassade im Innenhof abgeschlossen. Ebenso die Dacheindeckung und Wärmedämmung im Gebäude 2. Im Gebäude 4 hat man schon die Bewehrung für die Decke des ersten Obergeschosses gelegt. Ganz nach Plan, das heißt, dass das Gebäude 1 noch Ende Juli dieses Jahres abgeschlossen ist, am 9. Oktober soll auch das Gebäude 2 stehen, der dritte Gebäudekomplex dann per 7. August und der vierte per 7. Dezember nächsten Jahres.

Abzustimmen hatten die Räte hernach drei Mal über Handwerker-Leistungen - allesamt Tischlerarbeiten. Wie es das Gesetz will, wurde jedesmal dem günstigsten Bieter der Zuschlag erteilt. Und in allen drei Fällen lagen die Angebote unter der Kostenschätzung des Kreises. "Da haben wir insgesamt 505.000 Euro eingespart", so das frohe Fazit von Landrat Tassilo Lenk. So baut die Firma Hüther GmbH aus Hedemünden (Bei Kassel) für rund 813.000 Euro Holztüren ins Landratsamt ein - der Kostenvoranschlag lag bei 948.000 Euro. Hierbei handele es sich um eine 50 Mitarbeiter starke Firma mit acht Niederlassungen.

Für mobile Trennwände wird die Firma Lindner AG aus Bayern, nahe Passau, sorgen. Deren Angebot von rund 160.000 Euro liegt weit unter der Kostenschätzung von 295.000 Euro. Diese Firma ist mit 5.000 Mitarbeitern ein Großunternehmen. Als einziges regionales Unternehmen bekam die Neumarker Tischlerei Oertel den Zuschlag für Einbaumöbel. Das Angebot lautete hier 472.000 Euro - der Kreis plante ursprünglich 607.000 Euro ein. Den drei Leistungen wurde mehrheitlich zugestimmt. Einzig DSU-Rat Ulrich Lupart enthielt sich der Stimme. cze