Schlossberg soll belebt werden

Wie kann Vandalismus auf dem Schlossberg verhindert werden? Durch Belebung des Areals, meint eine Expertenrunde.

Vandalismus eindämmen - aber wie? Das war das Thema eines Treffens, dass der Kommunalen Präventionsrates der Stadt Plauen (KPR) in der Staatlichen Studienakademie auf dem Schlossberg einberufen hat.
Die im Oktober angerichteten Schäden sind mittlerweile beseitigt. Das Gelände zeigte sich wieder in einem Top-Zustand. Das soll so bleiben. BA-Direktor Professor Lutz Neumann gab die Devise vor. "Jeder, der sich ordentlich benimmt, ist ein erbetener Gast; jeder, der zerstört, ist ungebeten".
Eine bessere Ausleuchtung der Baustelle soll zu einer Verbesserung der Situation führen. Der Zugang zu den bereits fertig gestellten Anlagen soll künftig erschwert werden. Dazu wird das historischen Tor für die Zeit der Bauphase mit einer Tür versehen. Diese bleibt von abends bis morgens verschlossen. Bürgermeisterin Kerstin Wolf sagte noch für dieses Jahr die Aufstellung weiterer Müllbehälter auf der Schlossterrassen zu. "Wir wissen, dass mit diesen Maßnahmen nichts an den Ursachen geändert wird. Langfristig wird nur eine Belebung des Campus mit möglichst vielen Menschen, die sich dort erholen, Sport treiben, am Wochenende mit ihren Kindern auf der Wiese spielen oder sich einfach treffen, ein soziales Umfeld erzeugen, das Randalieren, Zerstören und Beschmieren verhindert", so Frank Zabel. "Eine Bürgerwerkstatt beispielsweise könnte Jugendlichen, Anwohnern und allen Interessierten die Möglichkeit geben, ihre Ideen für einen belebten Campus einzubringen." Ein Rathausmitarbeiter schlug vor, die historische Schlosskulisse doch ein, zweimal im Jahr an einem Wochenende für eine Vorführung der Falknerei Herrmann zu nutzen. Hans-Peter Herrmann, Chef der Falknerei. "Vorstellbar ist das."
Wer Ideen hat, den Campus insbesondere abends zu beleben, kann sich an den KPR-Koordinator wenden. Zu erreichen ist Frank Zabel im Rathaus unter 03741 291 1009 oder per Mail an frank.zabel@plauen.de