Schloss Mühltroff in Mini

Pausa - Augustusburg, Schloss Mühltroff und die Moritzburg - insgesamt 58 Modelle von Burgen und Schlössern in Schuhkartongröße sind seit gestern im Pausaer Heimateck zu sehen. Die Ausstellungsstücke hat ein ehemaliger Tischler gefertigt, der 66-jährige Horst Oschmann aus Geithain. Der gebürtige Glauchauer hat seine Inspiration von der Modelleisenbahn. "Das ist lange her: Damals gab es bei uns in der Stadt noch die Firma Erich Noch, die bis in die 1960er Jahren in Glauchau produzierte", erzählt er. Oschmanns Hobby ist die Gestaltung von Modellbahn-Landschaften. Nach der Wende hat er sich auf die Spur Z konzentriert, die hat eine Spurbreite von 6,5 Millimetern. "Diese kleinen Bahnen hat nicht jeder." Oschmann fotografiert die Objekte im Original und arbeitet dann am Schreibtisch - mit Schere, farbigem Karton und Bleistift, mit Zirkel und Lineal, mehr braucht er nicht. "Jedes Fenster entsteht in Handarbeit, jedes Schloss ist ein Unikat", erzählt der in Geithain im Leipziger Land lebende Oschmann. Seine Modelle waren zuvor im Werdauer Dampfmaschinenmuseum ausgestellt; gestern brachte er sie in fünf Koffern nach Pausa. Kontakt zu Oschmann hatten die Pausaer Heimatfreunde im Vorjahr aufgenommen, als der Bastler im Museum Hohenleuben bei Zeulenroda ausstellte. In der Erdachsenstadt sind neben Oschmanns Modellen noch Sachen zu sehen, die zu Burgen oder Schlössern gehören, wie historische Schlösser von Türen oder Gerätschaften zum Betrieb einer Burg. Gestern Abend wurde die Ausstellung im Obergeschoss des Heimateckes eröffnet. Dazu spielten der Hausmusikkreis Dr. Seidel aus Jocketa, die Kinder der Marienkäfer-Musikstube von Ute Schädlich und Ingrid Steppan sprach über die geschichtliche Bedeutung der Schlösser und Burgen. Horst Oschmann schließlich berichtete über sein Hobby. Die Ausstellung im Heimateck am Neumarkt ist an allen drei noch kommenden März-Wochenenden zu sehen, samstags und sonntags, jeweils 14 bis 18 Uhr.  j. st.