Schlecker-Schließungen: Hoffnung bei Markneukirchener Filialen

Zwei Schlecker-Filialen gibt es in Markneukirchen. Sie stehen nicht auf der Streichliste. "Das hat uns schon überrascht", findet eine der Verkäuferinnen. Man habe fest damit gerechnet, dass nicht beide Drogerie-Märkte die Schlecker-Insolvenz überleben werden. Aufatmen fürs Verkaufspersonal bedeutet das jedoch noch nicht. Personalfragen werden nach Sozialauswahl geklärt. Dazu werden Arbeitnehmervertreter noch Einzelgespräche führen. Das wird eine Weile dauern. Somit heißt es weiter zittern, bangen, hoffen und die Kundschaft freundlich bedienen.

Die Kunden selbst zeigen sich mit den Verkäuferinnen solidarisch und fühlen mit. Deutschlandweit fallen 12 000 Arbeitsplätze weg. Da steht die Jagd nach den Schnäppchen in den Filialen, die schließen, nicht im Vordergrund. Für die Kunden in der Musikstadt zählt vor allem, dass das Angebot an Drogerie-Artikeln nun nicht weiter ausgedünnt wird. Erfreulich auch das Bild, wie die Mitarbeiterinnen neu ankommende Waren in die Regale schlichten. "Das sieht in anderen Filialen, die schließen müssen, sehr viel trostloser aus", wissen die Vogtländer.

Munter einkaufen heißt es auch für Daniela Jacob aus Markneukirchen, die mit Töchterchen Magdalena Nachschub besorgt vom Kinderschaumbad bis zum Haarwaschmittel. Auch Margot Unrath ist froh, dass gleich beide Schlecker-Läden in der Musikstadt bleiben. Wenn man nicht mehr so oft aus der Kleinstadt hinauskomme, sei man froh, wenn sich das Angebot nicht weiter verschlechtert, findet die Markneukirchnerin. Die Zahl der Schlecker-Märkte im gesamten Vogtland wurde jedoch bereits im Vorfeld ausgedünnt. So gibt es zum Beispiel in Klingenthal nur noch den Schlecker-Markt Markneukirchner Straße von vormals vier Märkten.