Schaustickerei gut "bedacht"

Dach und Hauptfassade stehen nun auf der Haben-Seite der Sanierungsarbeiten der Schaustickerei. Was nun noch ansteht, darüber wurde vor Ort informiert.

Von Gabi Kertscher

Plauen Für 62.000 Euro wurden die Dacheindeckung einschließlich aller Dachklempnerarbeiten, die Fassade und einige Fenstereinfassungen saniert. 37.000 Euro flossen als Förderung durch den Kulturraum Vogtland-Zwickau, informierte Jana Eichler von der Gebäude- und Anlagenverwaltung (GAV). Die Stadt Plauen übernahm die Malerarbeiten und die Reparaturen am Putz in Höhe von 8000 Euro in Eigenleistung. Die farbliche Gestaltung wurde mit dem Denkmalschutz abgestimmt und das Haupthaus strahlt jetzt in einem freundlichen Ocker. Seit Mai dieses Jahres beteiligten sich sechs regionale Firmen an den Arbeiten. Die Planungsleistung war an das Planungsbüro Oertel aus Plauen übergeben worden. Mittlerweile begann die Reparatur am Dach des Stickereigebäudes. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 73.000 Euro, so Jana Eichler. "Es befinden sich vier Oberlichter im Dach, die unbedingt erhalten werden müssen." Allerdings sind diese so marode, dass sie komplett neu hergestellt werden. Gabriele Rudolph, Leiterin der Schaustickerei, erklärte, dass diese Bauart bei Stickereien typisch war. In dem 1902 errichteten Gebäude standen 14 Stickmaschinen, die so ausreichend Licht erhielten. Bis Ende September soll das Dach neu eingedeckt sein und die neuen Oberlichter die darunter befindlichen Ausstellungsräume erhellen. Dann werden auf den Freiflächen fünf Schautafeln errichtet, die eine Themenreise "Plauener Spitze" darstellen. Dr. Frank Luft ist wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Schaustickerei Plauen und hat die Tafeln miterarbeitet. Es wird die Geschichte der Schaustickerei, eine Erklärung von Maschinen und die Vergangenheit und Zukunft der Plauener Spitze zu sehen sein.