Schadstoffe sickern im Kurort Bad Elster

Der Deponie-Lagerplatz an der Ascher Straße wird für Bad Elster zur Problemfläche: Arsen und Schwermetalle dringen mit dem (Regen)Wasser in den Boden.

Bad Elster - Der Stadtrat vergab den Auftrag für weitere Sanierungsuntersuchungen an das Elsteraner Umweltbüro Krafft für 14.000 Euro. Die genaue Fläche müsse nun vermessen werden, erklärte der zuständige Umweltberater Dr. Hartmut Krafft.

An der Stelle befand sich ab den 1970er Jahren eine Mülldeponie für Verbrennungsmaterial und Haushaltsrückstände. Voruntersuchungen aus den Jahren 2009 und 2013 zeigten Handlungsbedarf. Eine Detailuntersuchung durch Krafft ergab, dass sich in den 25.000 Kubikmetern Abfall Wasser anstaut.

"Dadurch hat es längere Zeit Kontakt mit den Schadstoffen und trägt sie dann ins Grundwasser, vor allem Arsen. Es fließt dann weiter in westliche Richtung in die Weiße Elster und in das Quellenschutzgebiet", erläuterte Krafft in der Ratssitzung am Mittwoch. Grenzwerte seien deutlich überschritten.

Bürgermeister Christoph Flämig (Freie Wähler) erklärte: "Völlig klar ist, wenn es ein Umweltproblem gibt, müssen wir uns darum kümmern und Lösungsschritte suchen." Die geplante Sanierung geschehe in Absprache mit dem Landratsamt. Die Schadstoff-Mengen seien aber zu gering, um Bürgern zu schaden. Außerdem sei das Elsteraner Quellwasser nicht betroffen, die Quellen lägen tiefer als das Grundwasser.

Nach Krafft könnte eine Sicherung der geschätzten 40.000 Tonnen Abfall durch eine Abdeckung geschehen, die verhindert, dass Niederschlagswasser eindringt. Sanierungs-Beginn könne frühestens in einem Jahr sein. "Jetzt brauchen wir weitere Untersuchungen, dann müssen wir die möglichen Varianten der Sicherung betrachten und dann einen Sanierungsplan erstellen", erklärte er das weitere Vorgehen.