Schach Matt für Sachsens Grundschüler

Die besten Schachspieler Sachsens kommen aus der Plauener Karl-Marx-Grundschule. Im Sachsenfinale in Flöha blieben die kleinen Schachexperten ungeschlagen und qualifizierten sich so für das Deutschlandfinale Ende Mai in Friedrichroda.

Von Ingo Eckardt

Plauen - Schon seit 1975 kooperiert die Karl-Marx-Schule mit dem Plauener Schachklub "SK König". Viele Jahre gab es eine Schach-AG, seit einigen Jahren nun auch ein Ganztagsangebot. Schulleiterin Undine Schneider, das Lehrerteam und die Hortnerinnen fördern die Schachbegeisterung der Schüler, die zudem von Peter Luban, Timm Nicklaus und Lucas Graf vom SK König zwei Mal die Woche trainiert werden. Christine Neumann hält in Schule und Hort die Fäden des königlichen Spiels zusammen und freut sich täglich, die vielen Pokale ihrer kleinen Schachexperten zu sehen, die im Foyer ausgestellt sind. "Die Hälfte aller Kinder im Hort spielt Schach. Die Talentierten gehen dann noch ins Ganztagesangebot und manch einer trainiert sogar nochmal im Verein", erklärt sie das tolle System des Schach-Förderns an Plauens größter Grundschule. Für Ethan Manicio, Kyrillius Akladius, Tom Hai Dang, Raphael Beck und Pepe Costa Silvia von den großen Klassen hat sich das gelohnt. Gegen 13 Teams setzte man sich im Sachsenfinale mit 14:0 Punkten durch, nachdem das Team vorher schon im Regionalschulamtsfinale überlegen gewonnen hatte. Neben dem großen Finale im Mai spielen die fünf Schach-Superhirne heuer auch beim größten Schachturnier der Welt mit - im tschechischen Pardubice sind rund 1500 Spieler am Start. Schon im Dezember hatte das Team den U10-Bezirksmeistertitel geholt und will nun in der Landesqualifikation die Teilnahme an der Deutschen Vereinsmeisterschaft fest machen. Für Kyrillius Akladius geht es Ostern sogar um sächsische Einzelmeister-Ehren in Sebnitz.
Erfahrungen sammelte in Flöha das noch neue Team der Mädels der Grundschule. Helene Martin, Aliya Ploss, Alessia Saja, Frida Winkler und Zena Eskef - allesamt aus der Klasse 1 und 2 - hielten sich wacker. "Ich hoffe, ihre große Stunde schlägt in zwei Jahren. Bis dahin werden wir fleißig trainieren", sagt Peter Luban.