Sanierung Grundschule Makrneukirchen

Markneukirchen/Erlbach - Sanierungsbedarf besteht für die Grundschule Markneukirchen, die sich in Erlbach befindet. Nachdem das städtische Gymnasiums von Grund auf instand gesetzt wurde, sollte 2010 die Generalkur für die Grundschule in Angriff genommen werden. Grobplanungen lagen schon in der Schreibtischschublade des Bürgermeisters. Doch dann kam das Konjunkturprogramm und setzte die Prioritäten neu. "Wir wurden zur Eile getrieben. Bis 23. März muss im Landratsamt vorliegen, wofür Markneukirchen 480 000 Euro Konjunkturmittel verwendet", erklärt Bürgermeister Andreas Jacob am Freitag bei einem Pressegespräch. Da die Mittel vorrangig in Bildung fließen, wurde aus dem Grobkonzept eine durchdachte Planung. Mit 330 000 Euro Eigenmitteln aufgestockt, soll in Erlbach zunächst der sogenannte Neubau komplett saniert werden. Hierzu wird der Altbau, in dem der Unterricht der Grundschüler fortgeführt wird, "abgetrennt". Am Zwischenbau entsteht ein zusätzlicher Gruppenraum. Geschaffen wird ein Aufzug zur behindertengerechten Nutzung der Grundschule. Lehrerzimmer und Sekretariat sind künftig ebenerdig angeordnet. Die alte Zufahrt zum Kohlenbunker und der Bunker selbst werden abgetragen. Dadurch vergrößert sich die Schulhoffläche im Freien wesentlich. Platz zur Auslagerung des Unterrichts gibt es zudem im Gebäude der Bahnhofstraße in Erlbach. Dort war ein Schulteil der einstigen Mittelschule untergebracht, der vollständig saniert ist. "Wir zahlen hier noch Miete bis 2010", erklärte Bürgermeister Jacob. Das sind 70 000 Euro in diesem Jahr und 40 000 Euro 2010. Danach läuft der Vertrag aus. "Einen Plan B für die Konjunkturmittel haben wir nicht", läßt Jacob wissen. Mit dieser Aussage wirbt das Stadtoberhaupt zugleich um Verständnis bei den Elternvertretern der Schulkonferenz, die jüngst Unterschriftenlisten in Umlauf gebracht haben. Sie wollen die Grundschule nach Markneukirchen zurückholen. "Schluss mit der Übergangslösung Erlbach", lautet eine ihrer Forderungen. "Das war nie als Übergangslösung gedacht", stellt Andreas Jacob richtig. Die Stadträte von Markneukirchen fassten 2005 den Beschluss, die Grundschule nach Erlbach zu verlegen. Auch der Elternrat stimmte damals zu. Richtig sei, dass von den derzeit 232 Grundschülern 85 Prozent auf Schülerverkehr angewiesen sind. Doch selbst bei einer Verlegung der Schule an die Bundesstraße im Musima-Gelände müssten laut Landkreisordnung noch immer 67 Prozent fahren. "Das sind die Kinder aus Landwüst, Breitenfeld, Siebenbrunn, Erlbach und die aus Markneukirchen vom Neubau, der Adorfer Straße und vom Oberen Berg, da hier der Fußweg mehr als einen Kilometer beträgt", erklärt Jacob. Ein Neubau komme wegen der doppelt hohen Kosten nicht in Frage. Eine Sanierung des Musima-Komplexes auch nicht. "Zudem wäre das niemals auf die Schnelle machbar", gibt Jacob zu bedenken. Wolle man die Konjunkturmittel nicht gefährden, müsse man an einem Strang ziehen und die Pläne rasch vorantreiben. Entsprechende Informationen wird es am Montag im Verwaltungsausschuss und danach im Technischen Ausschuss geben. Den Entscheid zur Verwendung der Konjunkturmittel fällt am 19. März der Stadtrat.