Sächsischer Schulpreis: Pestalozzi-Gymnasium in Rodewisch baut Brücken

Das Pestalozzi-Gymnasium Rodewisch bewirbt sich um den Sächsischen Schulpreis mit dem Projekt "Brücken bauen". Von anfangs 67 Bewerbern sind nur die Pesta sowie eine sächsische Berufsschule im Rennen. Am 9. April entscheidet sich, welche Schule den Preis bekommt.

Heike Schulze von der Wettbewerbsjury aus Radebeul sah sich am Freitag im Gymnasium um. Seit 25 Jahren baut das Rodewischer Gymnasium "Brücken" zu anderen Einrichtungen: So gibt es jährlich ein gemeinsames Sportfest mit der Auerbacher Sonnenhofschule für geistig Behinderte. Mit dem Projekt "Wasser" begeistern die größeren Gymnasiasten jedes Jahr Grundschüler der Region, die Kindergärten freuen sich immer im Dezember auf die Märchenaufführungen der Pesta-Theatergruppe.

Und die größeren Pesta-Schüler dürfen über die Callidus-Stiftung ein Junior-Studium an der Uni Jena testen. Diese vier Brücken stellten am Freitag Lehrer und Schüler der Referentin vom Landesamt für Schule und Bildung vor."Mir ist wichtig, dass diese 25-jährige Tradition einmal Anerkennung findet", so Schulleiter Sven Müller, der nun mit Kollegen und Schülern auf den mit 4.000 Euro dotierten Preis hofft.

Zum Rundgang durch das Haus gehörte auch die Vorstellung der Stadt durch Bürgermeisterin Kerstin Schöniger - und die Präsentation der Partner, so von der Grundschule Treuen und der Sonnenhofschule. Von den schweren Anfangszeiten in den 90ern berichtete Ex-Schulleiterin Elke Hein. Sie hatte frühzeitig erkannt, dass Bildung nicht nur Schule ist.

Auf das Zusammenspiel mit Äleren und Jüngeren und mit behinderten Menschen sei es ihr angekommen und darauf, dass die Gymnasiasten neben geistigen Fähigkeiten auch Empathie für das entwickeln, was anders sei. cze