Sächsischer Bürgerpreis für Förderverein Kirche Wiedersberg

Der Freistaat Sachsen hat am Montag in der Dresdner Frauenkirche zwei Vereine aus Großenhain und dem Vogtlandkreis mit dem Bürgerpreis des Landes geehrt. Der Verein "Zukunft Jugend 21" aus Großenhain erhielt die mit jeweils 5000 Euro dotierte Auszeichnung in der Kategorie "gesellschaftlich-soziales Engagement", in der Kategorie "kulturell-geistliches Engagement" wurde der "Verein zur Förderung der Kirche in Wiedersberg"ausgewählt. Übergeben wurde der Sächsische Bürgerpreis von Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU). Festredner war der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog.

Die Triebeler Bürgermeisterin Ilona Groß kutschierte die vierköpfige Abordnung des Kirchenvereins nach Dresden. "Dass wir zu den Nominierten gehören, ist doch schon großartig", sagte Regine Illner. Erst am Abend erfuhren sie vom Bürgerpreis für ihren Verein, der sich für den Erhalt der St.-Michaelis-Kirche einsetzt. So konnten bisher das Kirchgebäude vor dem Verfall bewahrt, die Turmuhr restauriert und der Taufengel wieder geweiht werden. Als nächstes Projekt soll der ehemalige Altar zurück in die Kirche gebracht werden. "2016 dürfen wir den Altar holen", erklärte Jürgen Barthel.

Der hohe Kanzelaltar aus der Werkstatt des Hofer Bildhauers Johann Nikolaus Knoll (1667 bis 1744) in der Wiedersberger Kirche war 1985/86 aus dem maroden Gotteshaus ausgebaut und in die Kirche von Burgstädt umgesetzt worden. Für Abbau, Transport und Wiederaufbau in Sankt Michaelis soll das Preisgeld seinen Einsatz finden. Insgesamt werden für die Aktion rund 40 000 Euro benötigt, wofür Benefizkonzerte organisiert und Spenden gesammelt werden. va