Rutschen hoch drei in Haselbrunn

Die Rutsche "Trioslide" ist die neue Attraktion im Freibad Haselbrunn. Ende Mai beginnt dort die Saison und damit das Rutsch-Vergnügen.

Von Cornelia Henze

Plauen - 16 Meter lang, 2,50 Meter hoch und drei Bahnen nebeneinander, die synchrones Rutschen versprechen, sind das neue Alleinstellungsmerkmal unter vogtländischen Freibädern. Dieses lassen sich die Freizeitanlagen Plauen GmbH 100 00 Euro und die Stadt 70 000 Euro kosten. Im Österreich-Urlaub habe er so eine Rutsche kennen, und die Tochter auch lieben gelernt, sagt Ronny Adler, Geschäftsführer der Freizeitanlagen GmbH. Nun gibt es eine solche bald in Plauen. Die Rutsche liefert die Firma Aquarena aus Jettingen; die Projektierung liegt in den Händen der Bauplanung Plauen und mit den Baggern rückte die Baufirma Liebmann aus Bernsgrün an. Momentan wird dort das Fundament gesetzt. Bei den Tiefbauarbeiten sei man auf die alte Bodenplatte des ursprünglichen Bades aus den 1920er Jahren gestoßen, die wegen ihrer Ausmaße noch heute an das einst "größte Bad Deutschlands" erinnert. Das Fundament der neue Rutsche nebst eigenem Auffangbecken wird nun über die alte Platte gegründet.
Zeitzeugen aus dem Jahr 1923 sind auch die 200 hölzernen Umkleidekabinen, die man nach Auflagen des Denkmalschutzes diese Saison beginnt zu sanieren. Das letzte Mal hergerichtet wurden sie im Jahr 2002. Haselbrunn sei noch eines der wenigen Bäder, die ihre historischen Kabinen erhalten haben, erklärt Sozialbürgermeister Steffen Zenner. Dabei greift man tief in die Tasche: Rund 1000 Euro wird die Restaurierung einer Kabine kosten. Für dieses Jahr gab es vorerst 100 000 Euro aus Fördermitteln hierzu. Der Badförderverein legte noch mal 25 000 Euro drauf. In den Jahren 2018/19 habe man dann für alle Sanierungsarbeiten eine Million Euro investiert, überschlägt Ronny Adler den Posten der Ausgaben. Damit habe sich die Qualität des Bades im Vergleich zu den Vorjahren gesteigert.
Fortgeführt wird die in der vorigen Saison begonnene Beschichtung der Becken. 30 000 Euro pro Becken sind hier vorgesehen. In dieser Saison wird das Schwimmerbecken eine neue Beschichtung bekommen, das Springerbecken wird im nächsten Jahr folgen. Erneuert wird derzeit auch der Zaun ums Bad: 150 laufende Meter werden gesetzt. Das ist zum Beispiel auch nötig, weil das Bad unlängst von Wildschwein-Rotten heimgesucht wurden, die auf der Fläche des früheren Fußballgolf-Gelände ganze "Arbeit" geleistet hatten. Das Feld wurde von ihnen aufgewühlt und umgepflügt. Perspektivisch soll dieses Gelände mit als Liegewiese genutzt werden.
Wegen des heißen Sommers nahm die Freizeitanlagen GmbH in ihren drei Bädern 1,114 Millionen Euro eingenommen. "Das war unser stärkstes Jahr", so Adler. 37 000 Badegäste kamen nach Preißelpöhl (Naddel), 26 000 nach Haselbrunn.