Runder Tisch - Bergener wollen mitreden

Einstimmig wurden Baumeister- und Stahlbauarbeiten für den Schlauchturm vergeben. Weitergehen kann es mit dem zweiten Bauabschnitt am Begegnungszentrum, das durch Umbau und Sanierung des ehemaligen Sportheimes entsteht und in dem bereits ein Saal übergeben werden konnte. Jetzt soll die Fassade gedämmt, die Grundmauer saniert, Dachdeckerarbeiten erledigt sowie neue Fenster und Türen eingebaut werden. Auch bei der Vergabe dieser Aufträge waren sich die Abgeordneten einig.

Die Tagesordnung sah auch diesmal keine Bürgerfragestunde vor. Deshalb teilte die "Bergener Interessengemeinschaft (BIG) - für eine andere Politik mit Transparenz, Demokratie und Ehrlichkeit" unserer Zeitung mit, dass Fragen der Einwohner zur Entwicklung in Bergen nicht geringer werden. Sie bleiben unbeantwortet. Eine Öffentlichkeitsarbeit des Rates sei nicht wahrnehmbar. Man könne sowohl zu aktuellen Tagesordnungspunkten keine Fragen stellen als auch nicht zu den Einwohnern bewegenden Problemen - zum Beispiel zur Instandsetzung von Wegen abseits der Straßen, zum Anlegen eines Spielplatzes, wofür Spenden vorhanden seien oder zur Nutzung des Bürgerparks/Bürgerteichs.

Auch, so geht aus dem Schreiben hervor, harren Fragen aus früheren Ratssitzungen immer noch der Beantwortung - so zu den "Diskrepanzen in den Aussagen von Herrn Ackermann zu Anwaltskosten im schwebenden Verfahren zum Widerspruch gegen die Ablehnung des Bescheids zum Austritt aus dem Verwaltungsverband und der Eingemeindung nach Falkenstein".

Die BIG hat nun zum 1. Runden Tisch mit dem Gemeinderat ins Hotel Marienstein eingeladen und dafür den 23. Mai vorgeschlagen. Man komme damit auf ein Gesprächsangebot von Bürgermeister Trapp zurück. Bürgermeister Volkmar Trapp bekräftigte im Gespräch mit unserer Zeitung, dass der Rat weiterhin "knallhart den Weg Richtung Falkenstein" verfolge. Man sei dazu auch weiterhin bereit, mit anderen Gemeinden im Verwaltungsverband Einzel-Gespräche zu führen. Bürgerfragestunden, so Trapp, werde es wieder geben, wenn sachliche Versammlungen zu erwarten sind. Tumulterscheinungen könne man nicht akzeptieren, hier fehle Versammlungskultur.

Die Einladung der BIG zum Gespräch habe er erhalten, aber Zeit und Ort werde er noch bekanntgeben. "Ich werde mit meinen beiden Stellvertretern mit drei Vertretern der Interessengemeinschaft ins Gespräch kommen. Das wird erst nach dem 18. Juni sein, weil einer meiner Stellvertreter verreist ist."