Rund 2000 Jobs im Vogtland gefährdet

Im Vogtland sind nach Einschätzung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Tausende Arbeitsplätze in Gefahr. "Wir befürchten, dass in diesem Jahr insgesamt noch einmal ungefähr 2000 Arbeitsplätze abgebaut werden", sagte die Vorsitzende des DGB Südwestsachsen, Sabine Zimmermann, in einem Interview in Chemnitz.

Zudem sehe der DGB weitere Unternehmen im Vogtland "unter gewaltigem Druck". Insbesondere seien die Arbeitsplätze im industriellen Bereich, dem Verarbeitenden Gewerbe, von Auftragsmangel betroffen. Nach Angaben des DGB gingen im Vogtland zwischen 2008 und 2009 bereits mehr als 3000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse verloren. Allein beim traditionsreichen Unternehmen Enka Elsterberg mussten laut DGB im vergangenen Jahr 400 Beschäftigte gehen, nachdem die Produktion eingestellt wurde.

"Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass das Vogtland zumindest im industriellen Bereich in eine Phase des Abbau Ost übergeht", sagte Zimmermann. Die Region werde zwangsläufig "veröden". Das Problem des Vogtlandes sei es, dass es sich bei den bestehenden größeren Unternehmen in der Region im Wesentlichen um die übrig gebliebenen Kerne der alten DDR-Wirtschaft handle. Diese seien von westdeutschen oder ausländischen Konzernen als Zweigstandorte übernommen worden. va