Rotaviren: 228 Fälle im Vogtlandkreis

Plauen - Bundesweit sind die Rotavirus-Infektionen seit Jahresbeginn stark angestiegen. Im Vogtlandkreis erkrankten bis Ende August 228 Personen am gefährlichen Brechdurchfall. In den ersten drei Quartalen 2012 gab es 117 Betroffene.

Das ist ein Anstieg um 94,9 Prozentpunkte, so die DAK unter Hinweis auf aktuelle Daten des Robert Koch-Instituts. Da vor allem kleine Kinder unter der Magen-Darmkrankheit leiden, rät die Krankenkasse Eltern zur Impfung. Die Rotavirus-Infektionen in Deutschland haben innerhalb eines Jahres um ein Viertel zugenommen. Laut Robert Koch-Institut stieg die Zahl der Erkrankungen von 32 507 auf aktuell 42 258. Im Vogtlandkreis waren unter den Erkrankten 31 Kinder unter zwei Jahre alt. "Da Säuglinge und Kleinkinder besonders anfällig für Rotaviren sind, raten wir zu einer möglichst frühen Impfung der Babys", sagt Antje Grünler von der DAK-Gesundheit in Plauen. Rotaviren können bei mildem Verlauf Durchfall, Erbrechen, Fieber und starke Bauchschmerzen auslösen. Droht zu großer Flüssigkeitsverlust, müssen die Kinder ins Krankenhaus. va