Rotary verteilt 80 Festessen

Mit einer schönen Aktion hat der Plauener Rotary-Club ein Zeichen für Menschlichkeit, Mitgefühl und Gemeinsinn gesetzt. Gemeinsam mit dem "Hotel Alexandra" wurden wirtschaftlich schwache Personen und Familien zu einem Festessen kurz nach Weihnachten eingeladen.

Von Ingo Eckardt

An gleich zwei Standorten wurde Mittagessen ausgereicht. Station eins war das diakonische Marthaheim für wohnungslose in der Friedenstraße, bevor man an der Markuskirche in Haselbrunn rund sechzig Portionen des Festmenüs an die wartenden Menschen aus sozial schwachen Familien übergab. Das Menü umfasste eine Gemüsesuppe als Vorspeise, als Hauptgang Entenbrust mit Rotkohl und grünen Klößen sowie als Dessert einen Schokoladenkuchen. "Alle Speisen sind portionsweise abgefüllt und wurden den Menschen zum Hausverzehr überreicht - natürlich unter Wahrung der Abstands- und Hygieneregeln", wie Hotelchefin Alexandra Glied betonte. Helfer bei dieser humanitären Aktion waren neben den Rotariern und dem Hotel die Mobile Jugendarbeit (MJA) in Person von Daniel Escherich, die Markuskirchgemeinde, vertreten von Pfarrer Andreas Vödisch, und die Mitarbeiter der Diakonie Plauen.


Für den Rotary-Club Plauen, unter der Präsidentschaft von Prof. Dr. Dirk Stenzel ist diese Aktion eine Herzensangelegenheit. Wilfried Dröge, der gemeinsam mit Dr. Andreas Kraus die Geschichte ins Rollen brachte, freute sich: "Es ging wirklich schnell, dass wir die wohltätige Aktion mit dem ‚Hotel Alexandra‘ auf die Beine gestellt haben. Mit den Streetworkern, der Kirchgemeinde und dem Marthaheim haben wir Leute zusammengeführt, bei dem wir wissen, dass jeder investierte Cent dort ankommt, wo es nötig ist." Rund 1.200 Euro habe der Serviceclub aufgebracht, um die Aktion zu finanzieren, die neben dem sozialen Zweck für die Bedürftigen auch dem Hotel helfe, dass aus verschiedenen Gründen durch das Raster der Corona-Unterstützungen gefallen ist. "Es ist in dieser schwierigen Zeit umso wichtiger, sich gegenseitig zu helfen", so Alexandra Glied.


"Die Aktion war nicht die einzige, die wir im Zuge der Corona-Pandemie organisiert haben. Wir haben bereits betroffene Soloselbstständige mit 2000 Euro entlastet und wollen mit den Rotary-Freunden von Schloss Voigtsberg und Reichenbach/Auerbach clububergreifend Vereine unterstützen, die in den Corona-Zeiten ebenfalls vergessen wurden. So werden die Mittel aus dem Rotary-Hilfswerk sinnhaft lokal eingesetzt", ist Stenzel froh, dass man vor Ort dringend nötige Hilfe leisten kann.


Andreas Vödisch sah die Aktion naturgemäß ebenso mit Freude. Normalerweise wird in seinem Gotteshaus immer mittwochs zum kostenlosen Mittagessen für sozial bedürftige Menschen eingeladen. "Wir ziehen das jeden Mittwoch durch, zumeist sind um die zwanzig Personen da, die wir mit der Suppenküche der ‚Plauener Tafel‘ bewirten. Dazu gibt es regelmäßig eine Warenausgabe für den täglichen Bedarf unserer Klienten", so Vödisch mit Blick auf die kleine Schlange vor der Ausgabestelle des Festmenüs an seinem Gotteshaus in Haselbrunn.