Rosenbachs PostLEIDzahl

Ausgerechnet zum Valentinstag gab es im Spitzengespräch zwischen der Deutschen Post und der Gemeinde Rosenbach keine Liebesbeweise: Den Gemeindenamen Rosenbach/Vogtl. gibt es für das Postunternehmen nach wie vor nicht.

Bürgermeister Achim Schulz sah sich in der in Zwickau anberaumten Beratung hochrangigen Vertretern des Unternehmens gegenüber gestellt: Frau Ullrich, politische Regionalbeauftragte für Thüringen und Sachsen, Herr Holzenthal, Beauftragter für die Vergabe der Postleitzahlen, und als Vertreter des Briefzentrums Zwickau Herr Friedemann vertraten die Haltung des (Noch-)Monopolisten: Rosenbach/Vogtl. gibt es nur unter einer einheitlichen Postleitzahl und wenn die doppelten Straßennamen in der Gemeinde abgeschafft werden. Doch das kostet die Einwohner Geld - Gebühren für das Umschreiben der Ausweise und Pässe zum Beispiel. Ansonsten bleibt alles, wie es ist.

Bürgermeister Schulz' Argumente blieben ungehört, dass es in Mehltheuer die Waldstraße zweimal und die Hauptstraße in der früheren Gemeinde Leubnitz unter zwei verschiedenen Postleitzahlen gleich viermal gab. Keine Rolle spielte auch, dass das kleinere Mühltroff seit Jahren sogar Postleitzahlen aus zwei Leitbereichen hat - aus Thüringen und Sachsen.

Schulz wird die "Postleitzahlen" im Gemeinderat zum Thema machen. Für ihn erscheint eine Lösung, die die Einwohner und Unternehmen nicht belastet, günstiger als erneut Kosten auf sie abzuwälzen. Die Post wolle sich keinesfalls an den Aufwendungen beteiligen.