Rosenbach lehnt den Landesentwicklungs-Plan

Der Rosenbacher Gemeinderat lehnt den Entwurf des Landesentwicklungsplanes ab. "Nach dem Studium des Materiales ergibt sich für mich, dass Sachsen zukünftig hinter Zwickau aufhört", sagte Bauamtsleiter Luz Woratsch.

Der Plan beeinflusse die Entwicklung des ländlichen Raumes nachhaltig negativ und beschränke örtliche Maßnahmen. Es sei eine Abwertung von Pausa und Rosenbach festzustellen - weil: Die Mindestgrößen seien neu geregelt: Statt 5000 Einwohner sind jetzt 7000 festgeschrieben, um Einrichtungen wie Schulen oder Kindergärten zu betreiben.

Selbst, wenn von einer Schließung in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist, wird es künftig schwierig, Maßnahmen durch Fördermittelunterstützung zu realisieren. Im Material vorgesehene Umgehungsstraßen wären für das Gewerbe in den betroffenen Orten wie Syrau oder Mehltheuer tödlich, wobei der Plan keine Aussage zur Unterhaltung der Ortsverbindungen trifft.

Fazit: Der Freistaat ziehe sich aus der Daseinsfürsorge für den ländlichen Raum im Westvogtland zurück. Laut Bürgermeister Achim Schulz ist es für Gemeinden der Größe Rosenbachs schwierig, zu Details Stellung zu nehmen. Gemeinderat Wolfgang Mächtig: "Die Aufforderung zu einer Stellungnahme ist weniger eine Alibihandlung als eine Farce. Von unten nach oben ändert sich bei der seit Jahren praktizierten Formder Demokratie nichts. So ist davon auszugehen, dass der Plan in der vorliegenden Form umgesetzt wird." jpk