Rolf Keil neuer Landrat des Vogtlandes

56,5 Prozent der Vogtländer, die am Sonntag zur Landratswahl gegangen waren, entschieden sich für Rolf Keil (CDU). Allerdings war die Wahlbeteiligung mit 34,6 Prozent die bisher niedrigste.

Plauen - Der CDU-Politiker Rolf Keil ist als neuer Landrat des Vogtlandkreises gewählt worden. Der frühere Bürgermeister von Schöneck erhielt bei der Wahl gestern 56,5 Prozent der Stimmen. Keil folgt auf Dr. Tassilo Lenk (CDU), der nicht erneut angetreten war. Die Wahlbeteiligung im Vogtlandkreis lag nach Angaben des Statistischen Landesamtes bei nur 34,6 Prozent.

Von den 198 257 Wahlberechtigten waren damit nur ein gutes Drittel an die Wahlurne gegangen, um ihre Stimme abzugeben. Am höchsten war der Anteil dort, wo auch ein Bürgermeister gewählt wurde. Besonders schwach die Wahlbeteiligung in den Städten Plauen, Reichenbach, Oelsnitz, Klingenthal.

Michael Schiebold, der für die Linke antrat, kam auf 21,9 Prozent. Nur 163 Stimmen weniger hatte der Einzelbewerber Gunnar Gemeinhardt auf sich vereinen können. Dafür, dass die beiden erst spät ihre Kandidatur bekannt gaben ein beachtenswertes Ergebnis. "Ich hatte mir schon angesichts der Stimmung im Vogtland einen Politikwechsel vorstellen können", sagte Schiebold: "Da ist nur wenig tröstlich, dass auch die CDU an Stammwählern einbüßte."

Im Vergleich zur letzten Landtagswahl 2008, als Lenk als erster Landrat fürs gesamte Vogtland antrat, kam die CDU mit ihm auf 65,8 Prozent und büßte somit jetzt rund 0,9 Prozent ein. Vor sieben Jahren lag die Wahlbeteiligung bei 42,5 Prozent.

Vogtlandweit waren auch über 60.000 Wähler aufgerufen, einen neuen Bürgermeister zu wählen. Von den 18 Kommunen wird nur in Elsterberg ein zweiter Wahlgang am 28. Juni notwendig, weil keiner der drei Bewerber die absolute Mehrheit bekam. Das gelang hingegen in Markneukirchen, wo sich Andreas Rubner gleich gegen drei Mitbewerber durchsetzen konnte.

Verschont blieb das Vogtland von der ersten NPD-Bürgermeisterin. Mit 83,1 Prozent bleibt Carmen Künzel in Neuensalz im Amt, Die NPD landete abgeschlagen bei 16,9 Prozent. va