Rößnitzer weihen neu gestalteten Dorfplatz ein

Bereits vorher hatten die Kinder schon Besitz von ihrem neuen Spielplatz genommen. Er war einer der Gründe für die umfassende Neugestaltung, denn Rößnitz kann bei gerade einmal 160 Einwohnern mit immerhin 20 Kindern unter zwölf Jahren aufwarten.

So waren es auch die Rößnitzer Kinder, welche das Programm zur Einweihung mit Frühlingsliedern und Gedichten eröffneten. Einigen war trotz der wochenlangen Übungen mit den Muttis das Lampenfieber anzumerken. Offiziell richteten Bürgermeister Achim Schulz und Ortsvorsteher Eberhard Prager, der noch während seiner Amtszeit das Projekt auf den Weg gebracht hatte, Grußworte an rund 150 Einwohner und Gäste.

Bei frühlingshaften Wetter - Prager: "Die Rößnitzer haben sich das verdient" - saß man vor dem Brunnen, der einst als Pferdetränke diente, gemütlich beisammen und ließ sich Gegrilltes oder Kaffee und Kuchen munden. Die Jugendfeuerwehr stellte sich mit einem Löschangriff vor und die "Großen" führten vor, welches Ergebnis in der eigenen Küche bei einem Fettbrand zu erwarten ist, wenn man mit Wasser löschen will: Es gibt eine "herrliche" Stichflamme, wonach der Raum nicht nur frisch tapeziert werden muss. Den Abschluss fand die Feier mit einem durch Fackeln illuminierten Rundgang im Ort.

Silke Rödel, Rößnitzer Gemeinderätin, sieht in der Gestaltung des vormals verschlammten Geländes nicht nur eine optisch gute Lösung: "Wesentlich war bei der Planung, dass der dörfliche Charakter herausgehoben wurde. Das ehemalige Rittergut auf der einen und das Anwesen von Andy Bromnitz auf der anderen Seite bieten einen erfreulichen Anblick und die Begrünung wird alles abrunden. Rund um das ,Milchhaus' besteht jetzt für alle die Möglichkeit, sich gesellig zu treffen.

Und bei der Rührigkeit unserer Eltern wird gewiss auch der neue Spielplatz ständig gepflegt sein." Und noch etwas bietet der Platz: Als Straßenintarsie ist eine Windmühle in die Pflasterung eingelegt, die eine Verbindung zum Mühlenviertel herstellt.