Rodersdorfer Straßen geht?s an die Löcher

"Noch in diesem Jahr wird sich in Sachen Straßenschäden in dem Weischlitzer Ortsteil Rodersdorf etwas tun", versprach Bürgermeister Steffen Raab in einer öffentlichen Ortschaftsratssitzung.

Bereits in der Vergangenheit sei viel Geld in den Straßenbau in Rodersdorf investiert worden, umso besorgter beobachtete der Ortschaftsrat die Winterschäden an den Straßen, welche auch in diesem Jahr unaufhaltsam größer wurden. "Es ist die größte Investition, welche in unserer Ortschaft bisher getätigt wurde, wir als Ortschaftsrat halten es für unsere Aufgabe diese Investition zu erhalten", erklärte Ortsvorsteher Ulrich Walther. Bereits zum wiederholten Mal wurde bei der Gemeinde auf das Problem aufmerksam gemacht, 2012 bereits eine detaillierte Liste mit allen vorhanden Schäden eingereicht.

Hauptamtsleiterin Antje Härtl sagte: "In den letzten zwei Jahren mussten wir geringere Schäden hinten anstellen, an anderen Stellen waren Maßnahmen wichtiger, Ortsverbindungsstraßen hatten zunächst Vorrang aber im Haushalt 2013 ist ein Etat für die Risssanierung vorgesehen." Der Haushalt muss allerdings noch vom Gemeinderat bestätigt werden. Gemeindeoberhaupt Raab räumte außerdem ein: "Es wird etwas passieren, aber wir können nicht versprechen, dass wir alle Risse abarbeiten können" Man einigte sich darauf, dass man in Absprache mit dem Ortschaftsrat zunächst herausarbeitet, welche Schäden Priorität haben sollten.

Gelobt wurde der Winterdienst in der Gemeinde und der Ortschaft Rodersdorf, die Männer vom Bauhof waren ständig unterwegs. Engstellen und schmale Straßen machen das Räumen sicherlich nicht einfacher, allerdings wurde angeregt, trotz Zeitdrucks an der ein oder anderen Stelle etwas Vorsicht walten zu lassen. Ortschaftsrat Holger Dietl fragte außerdem nach, wie und wer das ordnungsgemäße Verlassen von Baustellen kontrolliere, wenn Fremdfirmen die Straßen öffneten. In der Vergangenheit musste festgestellt werden, dass Versorgerfirmen die Straßen öffneten, um beispielsweise Kabel zu verlegen, jedoch der Straßenbelag nach Beendigung der Arbeiten eher schlecht als recht aufgebracht werde. Auch Ortschaftsrat André Renz kritisierte eine fehlende Dokumentation von Zuständen vor und nach den Bauarbeiten, Gewährleistungsansprüche auf Grund von schlechter Wiederherstellung oder Beschädigungen, gehen der Gemeinde somit verloren.

Hauptamtsleiterin Antje Härtl war sich dieses Problem durchaus bewusst, erklärte jedoch, dass die Zeit fehle, jede Baustelle an welcher Fremdfirmen arbeiten, zu kontrollieren. Ein klarer Anforderungskatalog soll dazu für das gesamte Gemeindegebiet erstellt werden, mit Auflagen an welche sich Fremdfirmen zu halten haben, verbunden mit einer Fotodokumentationspflicht. J.Seiler