Rodauer Waldbad zittert neuer Saison entgegen

"Es war eine bescheidene Saison." So beschrieb der Pächter des Rodauer Waldbads, Dieter Gemeiner, am Donnerstag zur Leubnitzer Ratssitzung den zurückliegenden Sommer. Mit insgesamt 6957 Badegästen lag die Besucherzahl noch unter der des Vorjahres. Finanziell endete die Badesaison mit einem Defizit von 7834 Euro. Das schlechte Ergebnis sei jedoch nicht in erster Linie mangelnden Besuchern, sondern vielmehr dem kurzen Sommer mit nur selten passendem Badewetter geschuldet.

"Wenn das Wetter mitspielt, läuft es bei uns", so Gemeiner. Schließlich habe man mit 605 Badegästen an nur einem August-Sonntag einen Besucherrekord aufgestellt. "An solchen Tagen stoßen wir allerdings an unsere Grenzen bezüglich der Parkflächen", erinnerte der Pächter nochmals daran, dringend weitere Parkplätze bereit zu stellen. Darüber hatte der Gemeinderat bereits im Vorjahr befunden und die angrenzende Wiesenflächen entlang der Alt-Bungalows ins Visier gezogen. "Sobald der Schnee weg ist, werden wir über die Flurneuordnung kurzfristig Maßnahmen treffen", versprach Bürgermeister Eberhard Prager. Am Untergrund müsse man nicht viel tun, denn wenn die Flächen gebraucht würden, sei ohnehin trockenes Wetter. Eine provisorische Abzäunung sei rasch gemacht. Trotz Betriebskostenzuschusses der Gemeinde Leubnitz, des Badfördervereins und der Gemeinde Mehltheuer konnten die Betriebskosten nicht ohne ein Minus abschließen. Allein Wasser, Strom und Chemie schlugen mit 17 400 Euro zu Buche. Kosten für TÜV, Wasserproben und Nebenkosten fielen zusätzlich an. Zwei nicht feststellbare

 

Wasserrohrbrüche ließen zudem reichlich Wasser unbemerkt versickern. Auch die beiden Einbrüche im Waldbad belasteten mit weiteren 3000 Euro die Kasse. "Bis heute habe ich keinerlei Position des Gemeinderats gehört, welche Zuschüsse ich in der kommenden Saison erwarten kann", kritisierte der Pächter. "Ich habe keine Bedenken, wenn die Summe wieder annähernd wie im Vorjahr ausfällt." Da hatte die Kommune letztlich mit insgesamt 10 500 Euro beigestanden.

Für 2010 jedoch stehen vorerst 5000 Euro im Haushaltsplan. "Es gibt jede Menge zu tun für die Arbeitsgruppe Bad", appellierte Prager, dass sich die Gruppe in den nächsten Tagen zusammenfinden soll. Gemeinsam mit dem Pächter müsse man über Einnahmemöglichkeiten debattieren. Das für den 29. Mai geplante Waldbadfest soll in diesem Jahr auch eine Nummer kleiner ausfallen. Im Vorjahr machten die Organisatoren damit gleichfalls ein Minus. Trotz des Defizits will Gemeiner auch 2010 die Badeoase wieder eröffnen. "Du bist auch der einzige Grund, dass das Bad überhaupt noch läuft", lobte Gemeinderat Heinz Reichardt das Engagement von Dieter Gemeiner und dessen Bruder Harry. "Wir hatten früher andere Leute, die kläglich versagt haben."  mam