Rodau bekommt neuen Brunnen

Rodaus Einwohner haben sich entschieden. Aus drei Entwürfen des Rößnitzer Künstlers Peter Luban für die Neugestaltung des maroden Dorfbrunnens am Denkmalplatz nahe der Kirche kürten die Leubnitzer Ortsteilbewohner während der letzten Wochen ihren Favoriten.

 

Zur jüngsten Ratssitzung im Leubnitzer Schloss war auch Peter Luban anwesend und erläuterte den Gemeinderäten, was entstehen soll. Das Becken wird mit Pflastersteinen verschiedener Größen eine wellenförmige Form erhalten. In der Mitte soll eine Bronzesäule erstehen, die mit einem Ring, ebenfalls aus Bronze, drei Granitsäulen verbindet. Jeweils auf den Granitsäulen finden drei Bronzestatuen - Federvieh, Ziege, Hund oder Katze - ihren Platz und verkörpern das dörfliche Leben. Auf der mittleren Bronzesäule soll eine betagtere Dorffrau thronen und auf bäuerliches Leben vergangener Zeiten hinweisen.

Die Wasserzufuhr erfolgt mittels einer Pumpe über die mittlere Säule zu den Granitsäulen. Ein Entwurf, der den Geschmack der Rodauer mehrheitlich traf. Der Knackpunkt: Der Brunnen mit seinen bautechnischen und künstlerischen Elementen ist nicht für die geplanten 12 500 Euro, vorwiegend aus Mitteln den Konjunkturpakets II, zu errichten. Es fehlen knapp 2500 Euro. Luban schlug vor, die noch fehlenden Mittel analog anderere Kommunen eventuell über Spenden von Einwohnern und Gewerbetreibenden zu beschaffen. Und damit sieht es gar nicht so schlecht aus, wie Gemeinderat Helmut Völkel bestätigte. Er war bereits auf "Bitt-Tour" in der Geschäftswelt unterwegs.

"Ich habe nur offene Türen vorgefunden" berichtete er zur Ratssitzung, wenngleich er nicht sagen konnte, wer wieviel zu spenden in der Lage sei. Insofern verständigte sich der Rat, den Auftrag zur Sanierung des Brunnens auszulösen. Auch auf die Gefahr hin, dass die Bronzestatuen dem Brunnenkorpus nur nach und nach entsprechend der fließenden Spenden zugefügt werden können. 

Der Gemeinderat stimmte daher der Beschlussvorlage zu, den Auftrag für die Brunnengestaltung in zwei Stufen auszulösen und dafür 12 500 Euro im Etat einzuplanen. Vorerst soll die Grundleistung erfolgen, künstlerische Details müssen eventuell später nachgearbeitet werden. Ob die Einweihung des neuen Brunnens jedoch wie von den Rodauern gewünscht am 31. Juli erfolgen kann, steht noch in den Sternen. "Allein der Bronzeguss dauert mindestens ein Vierteljahr", schätzte Luban.Und selbst wenn der Termin gehalten werden kann, darf mit einer weiteren Umgestaltung des Brunnenumfelds mit Park- und Sitzgelegenheiten und ähnlichem nicht gerechnet werden, dämpfte Bürgermeister Eberhard Prager zu hohe Erwartungen. "Dafür reicht momentan das Geld nicht".  mam