Ritterschlag für Wilfried Hub

Wilfried Hub, Herausgeber des Vogtland-Anzeigers, ist 60 - und 200 Gäste feiern den Zeitungsmann am Freitag im Plauener Malzhaus. Es gibt Geschenke und viele herzliche Worte.

Plauen - Wer hört schon gern, dass er 60 und damit älter wird. Der Jubilar selbst, seit 40 Jahren ein Mann des geschriebenen Wortes, hat hierfür seine eigene Definition: "Ich werde nicht 60, sondern 18 mit 42 Jahren Erfahrung."

Alt-Landrat Tassilo Lenk, der Wilfried Hub auch privat verbunden ist, hat in seiner Laudatio positive Worte dafür. Mit 60 werde man nicht älter, nur besser. Und immerhin sei es im Club "U 100" nicht schlecht. Wer 60 sei, dem sei Weisheit, Besonnenheit, Sensibilität, Ruhe und Ausgeglichenheit gegeben.

Lenk, der vor einer Woche selbst seinen 70. beging, muss es wissen. In seiner rhetorisch exzellenten Rede zeigt er das Leben Wilfried Hubs auf: Hub als Zeitungsmacher, der kurz nach der Wende erst 37-jährig der jüngste Chefredakteur überhaupt - damals bei der Freien Presse - wurde und nach "Ausflügen" nach Braunschweig und Berlin ins Vogtland als Herausgeber des Vogtland-Anzeigers zurückkehrte.

Hub als Mäzen und Anpacker in Sport- und Kulturvereinen. Hub als Privatmann, der das Theater, die Architektur und die schönen Dinge liebt - auch das Reisen, am liebsten mag er Wien. Und schließlich Hub als Mensch rundum, einem der Herz, Anstand und menschliche Würde besitzt und für den der journalistische Ehrenkodex kein Fremdwort ist.

"Vor solchen Menschen verneige ich mich zutiefst", sagt der Ex-Landrat und gibt den Rede-Staffelstab weiter an Plauens Sozialbürgermeister Steffen Zenner, CDU-Bundestagsabgeordnete Yvonne Magwas und eine Vertreterin vom Plauener Kunstverein, dessen Vorsitz Wilfried Hub inne hat. Ganz bodenständig wurde es mit dem Auftritt des Ritters Heinrich von Plauen alias Andreas Dick.

Nach alter Zeremonie wurde der Jubilar zum "Ritter Wilfried vom Vogtlandblättle" geschlagen ehe dann der Shanty- Chor über alle Meere segelte. Das musikalische Pendant zum deftigen Seemannsgesang lieferte "Duologie", sonst bekannt als "Triologie" - und das Kulinarische nach fast zweistündiger Redekost das Plauener Parkhotel.

"Man hört wirklich nur Gutes an so einem Tag", sagt Wilfried Hub mit Augenzwinkern. Nach dem offiziellen Teil sollte noch genug Zeit bleiben zum Smalltalk mit lieben Gästen: Auch aus Hubs alter Heimat Zweibrücken, Braunschweig und Bremen waren sie angereist. cze