Riskante Tour mit Weihnachtsbaum

Der Weihnachtsbaum vor dem Oelsnitzer Rathaus steht. Doch bis es soweit war, bedurfte es vieler Mühen.

Für die riesige Fichte schlug die Stunde Mittwochvormittag kurz nach Neun an der Schillerstraße. Sie ist eine Spende der Firma Hoch- und Tiefbau Lugert an die Stadt. Bevor Mitarbeiter des Stadtbauhofs die Säge ansetzten, nahm die Feuerwehr Maß. Knapp 21 Meter hoch war der Baum ab Boden. Unter den wachsamen Augen von Marktmeisterin Annett Neudel wurde das Gewächs auf dem Kranlader der Firma Kelpin aus Geilsdorf vertäut. Bis kurz nach Mittag dauerte es dann, die kurze Strecke über Heppeplatz und Kirchberg hinauf zum Markt zu bewältigen. Mitarbeiter des Ordnungsamts sicherten den Transport. Stromleitungen mussten in der Bahnhofstraße und in der Egerstraße angehoben, Verkehrsschilder entfernt werden, bis der grüne Riese, begleitet von Schaulustigen am Ziel war. Im Ankerloch auf dem Marktplatz versinkt der Stamm dann rund zwei Meter tief. Die breit ausladende Fichte erinnerte an die ähnlich gewaltige Douglasie, die 2010 tief verschneit aus Voigtsberg kam und die gesamte Straßenbreite einnahm. Der Schnee bleibt dem Spektakel - das mit dem Baumschmücken weiterging, schon Jahre fern. Im Rathaus wurde gestern über eine weihnachtliche Veranstaltung beraten, gab Neudel Auskunft. Renate Wöllner