Ringer planen Ausbau der Ringerhalle

Die Ringerhalle in Markneukirchen platzt aus allen Nähten: Es herrscht Hochbetrieb - von Bambini-Training, über das reguläre Ringertraining, bis hin zu den Sportstunden der Alten Athleten.

Von Jörg Richter

Markneukirchen -  Zudem gibt es eine stark anwachsende Kraftsportabteilung beim AVG und auch die "Freikämpfer" siedelten sich bei den Ringern an. "Nicht zuletzt hat die Saunagruppe großen Zuspruch und auch eine Gruppe vom Bundesgrenzschutz mietete sich auf der Mattenfläche ein", sagt der AVG-Vorsitzende Jens Berndt, der alles koordiniert, sodass auch jeder seinen Platz im Trainingsablauf bekommt. 
"Doch auch wenn sich das Training in der Ringerhalle und im Kraftraum gut verteilen lässt, so entstehen vor allem in der viel zu kleinen Umkleidekabine immer wieder Stauzeiten", werden die Sanitärräume dem Ansturm aus Sicht des AVG-Vorsitzenden längst nicht mehr gerecht. Mitunter muss sich auch gestaffelt umgekleidet werden, da es keinen gesonderten Umkleideraum für Mädchen und Frauen gibt. 
"Als die Ringerhalle 1966 gebaut wurde, war an weiblichen Ringkampf noch gar nicht zu denken", lacht Jens Berndt, der nun diesen Ansprüchen gerecht werden muss, zudem selbst bei Punktkämpfen oftmals Kampfrichterinnen nach Markneukirchen kommen, denen ein separater Umkleideraum laut Statuten des Deutschen Ringer-Bundes zugewiesen werden muss.
"Die Pläne zum Ausbau der Ringerhalle liegen schon länger in der Schublade, ein neuer Sanitärtrakt, getrennte Umkleideräume, aber auch Geräteräume werden dringend benötigt", beklagt auch der AVG-Vize Jörg Guttmann den fehlenden Platz.
Der soll nun geschaffen werden. "Die Erweiterung der Anlage ist geplant, die Finanzierung steht", so Jens Berndt, der auch gleich den Baustart verkündete. "Bis Oktober 2020 wollen wir fertig sein, so das Fernziel zum Start der übernächsten Saison der Mannschaftsmeisterschaft. "Die Finanzierung läuft über ein Leaderprogramm (und den entsprechenden Fördermitteln), mit dem Projekte aus ländlichen Regionen gefördert werden. "In diesem Zuge wird dann auch die Heizung saniert, die im vergangenen Jahr, mit Beginn der kalten Tage ausfiel. "Über 10(000 Euro kamen an Spenden rein, die über Crowdfunding gesammelt wurden", ist Jörg Guttmann stolz auf die vielen Unterstützerin der Region.
"Mit den neuen Räumen werden wir dem Ansturm gerecht", hofft Jens Berndt, nach dem Um- und Ausbau der neuen Trainings- und Wettkampfarena - und der nun anstehenden Erweiterung der Räume, dann für viele Jahre den Trainingsbetrieb ungestört und ohne Baulärm fortsetzen zu können.
"Wir haben uns das anspruchsvolle Ziel gestellt, bis zum Beginn der neuen Wettkampfsaison mit dem Rohbau so weit zu sein, dass wir unsere Wettkämpfe, die voraussichtlich am 31. August beginnen, wie gewohnt austragen können", erklärt Jens Berndt und ergänzt: "Einen weiteren Schritt in der Umsetzung unseres anspruchsvollen Bauvorhabens und dessen Finanzierung haben wir mit dem Projekt ,99 Funken - Crowdfunding" der Sparkasse Vogtland verwirklicht." 
Dem Aufruf "Lieber brühwarm als arschkalt" für eine neue Heizungsanlage folgten den Angaben zufolge immerhin 85 Unterstützer und haben 8115 Euro gespendet. Dazu kommen noch 2505 Euro aus dem Spendentopf der Sparkasse. Damit wurde das gesteckte Ziel, 10 400 Euro mit Hilfe dieser Plattform zu generieren, erreicht und überboten. 
Mit einem ersten Arbeitseinsatz wurde Baufreiheit geschaffen, die Werbeflächen und der Zaun abgebaut. Durch die Tiefbaufirma Werner aus Breitenfeld wurden erste Probeschachtungen vorgenommen, um festzustellen, wie der Baugrund beschaffen ist. "Wir werden dann die entsprechenden Schachtarbeiten durchführen lassen, damit die Bodenplatte hergestellt werden kann und die Firma Adorfer Bau GmbH mit dem Rohbau beginnen kann", sind die weiteren Schritte bei der Erweiterung der Räumlichkeiten bereits geplant.